Reisevertrag - Recht auf Schadensersatz

Dezember 2016

Recht auf Schadensersatz, § 651 f BGB


Sofern ein Mangel vorliegt und der Reisende diesen dem Reiseveranstalter ordnungsgemäß angezeigt hat, kann der Reisende Schadensersatz verlangen.

Dafür ist allerdings erforderlich, dass der Reiseveranstalter den Mangel zu vertreten hat. Das heißt der Reiseveranstalter muss den Mangel auch verschuldet haben bzw. der Mangel muss dem Reiseveranstalter zugerechnet werden können.

Dieses Vertreten des Mangels durch den Reiseveranstalter wird gesetzlich vermutet. Dies ist eine erhebliche Erleichterung für den Reisenden beim Durchsetzen seiner Rechte, denn nicht der Reisende muss im Streitfalle beweisen, dass der Mangel vom Reiseveranstalter zu vertreten ist, sondern der Reiseveranstalter muss beweisen, dass er ihn nicht zu vertreten hat.

Hierbei ist zu beachten, dass der Veranstalter grundsätzlich auch für das Fehlverhalten der von ihm beauftragen Leistungsträger (zum Beispiel: Reitunternehmen) vor Ort verantwortlich ist.

Wichtig ist hier, dass auch eine Entschädigung wegen nutzlos aufgewendeter Urlaubszeit verlangt werden kann.

Das umfasst die für die Reise vorgesehene, vom Mangel erfasste Urlaubszeit.

Interessant ist dies insbesondere für Arbeitnehmer, die sich Urlaub genommen haben und diesen nicht wie geplant verbringen konnten, das heißt wenn der geplante Erholungszweck nicht erreicht wurde.

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