Lebensversicherungen und Erbschaftssteuer

Dezember 2016

Einkommensbesteuerung


Erbschaftsbesteuerung

  • Ist der Begünstigte eines Lebensversicherungsvertrages eine dritte Person, so unterliegt die Kapitalleistung im Todesfall der Erbschaftsbesteuerung.Es gelten die erbschaftsrechtlichen Freibeträge.
  • Nunmehr werden auch die eingetragenen Lebenspartnerschaften den Ehen gleichgestellt. Insofern gelten für Lebenspartner dieselben Freibeträge wie für Ehepartner, die derzeit 500.000 € betragen.
  • Die Erbschaftssteuersätze liegen, je nach Verwandtschaftsgrad, zwischen 7 % und 50%.

Tipp

  • Soll eine Person im Rahmen der Hinterbliebenenversorgung durch eine Kapitalleistung abgesichert werden, sollte diese Person nicht nur als Bezugsberechtigte eingesetzt werden, sondern auch als Versicherungsnehmer den Versicherungsvertrag mit abschließen.
  • In diesem Fall findet eine Besteuerung der Kapitalleistung nicht statt!
  • Zu beachten ist hierbei allerdings, dass für den Fall der ausschließlichen Zahlung der Versicherungsprämien durch die versicherte Person oder den Versicherungsnehmer, der nicht bezugsberechtigt ist, oder eine sonstige dritte Person, ein schenkungsrechtlicher Vorgang vorliegen könnte, wenn diese Prämienleistungen keine Handschenkung des täglichen Lebens sind. Schenkungen unterliegen unter Umständen der Schenkungssteuer.
  • Todesfallleistungen aus einem Lebensversicherungsvertrag fallen nicht in die Erbmasse des Verstorbenen.
  • Sie gehen mit dem Eintritt des Todes der versicherten Person in das Vermögen der begünstigten Person oder der begünstigten Personen über.
  • Durch den Abschluss von Lebensversicherungsverträgen kann der Versicherungsnehmer gezielt die Hinterbliebenenversorgung steuern und regeln.
  • So kann beispielsweise sichergestellt werden, dass die Kinder durch eine Hinterbliebenenrente für einen bestimmten Zeitraum, beispielsweise die Ausbildungsphase, finanziell unterstützt oder abgesichert werden.
  • Der Abschluss eines Lebensversicherungsvertrages mit einer Begünstigung hat gegenüber der Schenkung den Vorteil, dass der Versicherungsnehmer im Falle der widerruflichen Begünstigung jederzeit auf die Kapitalverfügung Einfluss nehmen kann, indem er die Begünstigung ändert, während der Schenker im Moment der Schenkung die Verfügungsmacht über das Kapitalvermögen verliert.
  • Ferner hat der Schenker nicht mehr die unmittelbare Kontrolle über die Vermögensverfügungen des Beschenkten.
  • Die Begünstigung durch einen Lebensversicherungsvertrag in Form einer Rentenzahlung hat hingegen den Vorteil, dass der Versicherungsnehmer gezielt die Höhe der Auszahlungen an den Begünstigten bestimmen kann.
  • Gegenüber der testamentarischen Verfügung hat die Begünstigung durch einen Lebensversicherungsvertrag den Vorteil, dass das Testament an die Einhaltung bestimmter Formvorschriften gebunden ist, während die Begünstigung durch einen Lebensversicherungsvertrag einfach durch die Bezeichnung der Person im Vertrag oder im Anhang zum Lebensversicherungsvertrag erfolgen kann.
  • Ferner geht die Versicherungsleistung direkt in das Vermögen der begünstigten Person über, ohne dass eventuelle erbschaftsrechtliche Pflichtteilsansprüche anderer Personen beachtet werden müssen - auch dies kann im Einzelfall als Vorteil gegenüber dem Erbrecht angesehen werden.

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