Lohnsteuerpauschalierung - Die pauschale Lohnsteuer

Dezember 2016
  • Im Gegensatz zum Lohnsteuerabzug, bei dem der Arbeitnehmer die Lohnsteuer schuldet, wird bei der Lohnsteuerpauschalierung der Arbeitgeber zum Schuldner der Lohnsteuer.
  • Der pauschal besteuerte Arbeitslohn und die pauschale Lohnsteuer werden bei der Einkommensteuer-Veranlagung und beim Lohnsteuer-Jahresausgleich nicht berücksichtigt (§ 40 Abs. 3, § 40 a Abs. 5 sowie § 40 b Abs. 5 EStG).
  • Je nach Sachverhalt kommen unterschiedliche Pauschalsteuersätze zur Anwendung.
  • Der Arbeitgeber kann die Lohnsteuer mit einem gesondert zu ermittelnden Pauschsteuersatz erheben, wenn
  • vom Arbeitgeber sonstige Bezüge in einer größeren Zahl von Fällen gewährt werden oder
  • in einer größeren Zahl von Fällen Lohnsteuer nach zu erheben ist.
  • Eine Pauschalierungsgrenze in Höhe von 1.000 Euro ist zu beachten.



Pauschsteuersatz von 25 % (§ 40 Abs. 2 S. 1 EStG)


Der Arbeitgeber kann die Lohnsteuer mit einem Pauschsteuersatz von 25 % erheben für :
  • kostenlose oder verbilligte arbeitstägliche Mahlzeiten,
  • Arbeitslohn aus Anlass von Betriebsveranstaltungen,
  • Erholungsbeihilfen (soweit sie bestimmte Grenzen nicht übersteigen),
  • Vergütungen für Verpflegungsmehraufwendungen (Reisespesen) soweit sie die steuerfreien Pauschalen um nicht mehr als 100% übersteigen,
  • kostenlose oder verbilligte Überlassung von PCs bzw. Zuschüsse für die Internetnutzung.

Pauschsteuersatz von 15 % (§ 40 Abs. 2 S. 2 EStG)


Der Arbeitgeber kann die Lohnsteuer mit einem Pauschsteuersatz von 15 % erheben für

Pauschsteuersatz von 25 % (§ 40a Abs. 1 EStG)


Bei Arbeitnehmern, die nur kurzfristig beschäftigt werden, kann die Lohnsteuer mit einem Pauschsteuersatz von 25 % vom Arbeitslohn erhoben werden. Die Vorlage einer Lohnsteuerkarte ist hier nicht erforderlich.

Pauschsteuersatz von 2 % (§ 40a Abs. 2 EStG)


Bei geringfügig Beschäftigten (Arbeitsentgelt im Monat höchstens 400 Euro) kann der Arbeitgeber die Lohnsteuer (einschließlich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer) in Höhe von 2% des Arbeitsentgelts pauschal erheben. Die Vorlage einer Lohnsteuerkarte ist hier nicht erforderlich.

Pauschsteuersatz von 5 % (§ 40a Abs. 3 EStG)


Bei Aushilfskräften in der Land- und Forstwirtschaft kann der Arbeitgeber die Lohnsteuer in Höhe von 5 % des Arbeitsentgelts pauschal erheben. Die Vorlage einer Lohnsteuerkarte ist hier nicht erforderlich.

Pauschsteuersatz von 20 % (§ 40b EStG)


Der Pauschsteuersatz von 20 % ist auf Zuwendungen für bestimmte Zukunftssicherungsleistungen (z. B. Pensionskasse, Unfallversicherung) anzuwenden.

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