Geldanlage: Regelmäßige Einkünfte sichern




Der Anleger will natürlich vermeiden, dass es zu gravierenden negativen Veränderungen seiner Vermögensanlage kommt. Dies gilt natürlich insbesondere für alle Bürger, die sich aus der Geldanlage regelmäßige Einkünfte versprechen, um beispielsweise das monatliche Einkommen zu ergänzen beziehungsweise um sein Vermögen für sich "arbeiten" zu lassen.


Die Finanzkrise der letzten Jahre hat gezeigt, dass das Anlegen von Geld nicht ohne Risiko ist. Andererseits zeigen die staatlichen Systeme, dass ohne die eigene finanzielle Vorsorge mit einer ausreichenden Deckung der persönlichen Bedürfnisse nicht mehr gerechnet werden kann.

Die Anlagemöglichkeiten sind vielfältig. Die Produktpalette reicht dabei von den sicheren Vermögensanlagen mit einer geringen Rendite, aber einem entsprechend geringen Risiko des Verlustes der Vermögensanlage, bis zu den hoch riskanten Kapitalanlagen, die ein hohes Verlustrisiko tragen, aber andererseits eine hohe Rendite versprechen.

Für welche Anlagemöglichkeiten sich der Anleger entscheidet, hängt von seinen persönlichen Bedürfnissen und seiner Risikobereitschaft ab. Er hat dabei auch die steuerliche Behandlung seiner Vermögensanlage zu berücksichtigen, da die Steuer einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Rentabilität einer Anlage haben kann.


Anlage in Wertpapiere


Die Kapitalanlage in Wertpapiere bietet eine Vielzahl an Finanzprodukten mit den unterschiedlichsten Laufzeiten, Verzinsungen, Rückzahlungsmodalitäten usw. (siehe Verzinsliche Wertpapiere).

Das Investment in Wertpapiere setzt in der Regel eine regelmäßige Marktbeobachtung voraus, damit der Anleger auf neu aufgelegte Produkte rasch reagieren kann.

Anlage in eine Lebensversicherung


Die Kapitalanlage in Lebensversicherungsverträge bietet eine ebensolche Vielzahl an Produkten.

Die Entscheidung, welches Produkt für den Anleger am sinnvollsten ist, hängt von dessen persönlicher Situation ab. Im Vergleich zu einer Kapitalanlage in Wertpapiere zeichnet sich allerdings die Kapitalanlage in Lebensversicherungsverträge durch ihre lange Laufzeit aus.

Die steuerbegünstigte Behandlung von Lebensversicherungsverträgen setzt unter anderem eine Mindestlaufzeit des Vertrages von 12 Jahren voraus. Demzufolge ist das Investment in eine Lebensversicherung von einer langfristigen Perspektive geprägt.

Es ist dabei für den Anleger von großer Bedeutung, dass er sich über die Dauer seiner vertraglichen Bindung im Klaren ist, insbesondere hinsichtlich der von ihm über Jahre hinweg zu leistenden Versicherungsbeiträge und der Gebundenheit des Kapitals, über das der Anleger in der Regel nur unter Hinnahme von Verlusten frühzeitig verfügen kann.

Die Zahlung der Versicherungsprämien bindet das Kapital des Anlegers, das ihm durchaus im Laufe der langen Vertragslaufzeit eines Lebensversicherungsvertrages für andere Bedürfnisse fehlen könnte. Daher ist es von erheblicher Bedeutung, dass die Höhe der zu zahlenden Versicherungsbeiträge auf die finanziellen Möglichkeiten des Versicherungsnehmers angepasst ist.

Der große Vorteil eines Investments in Lebensversicherungsverträge liegt darin, dass neben dem Aufbau von Vermögen eine Absicherung gegen Lebensrisiken getroffen werden kann, zum Beispiel gegen den Tod, die Berufsunfähigkeit oder Invalidität.

Zudem können mit einem Lebensversicherungsvertrag die Hinterbliebenen finanziell abgesichert werden, und dies in der Regel bereits mit Zahlung des ersten Versicherungsbeitrags.

Insbesondere Familienväter, die mit ihrem Verdienst zu einem erheblichen Teil des Haushaltseinkommens beitragen, sollten Vorsorge treffen, dass im Falle ihres Todes oder der Berufsunfähigkeit oder Invalidität das finanzielle Überleben der Familie, zum Beispiel durch Zahlung einer Kapitalleistung oder durch eine laufende Rentenzahlung, gesichert ist und eventuelle finanzielle Verpflichtungen, wie beispielsweise die Tilgung von Darlehen, durch einen Versicherungsvertrag abgesichert werden.

Zudem lässt sich durch die Kapitalanlage in Lebensversicherungsverträge die eigene persönliche Altersvorsorge treffen. Gegenüber einer Kapitalanlage in Wertpapiere hat die Lebensversicherung in diesem Zusammenhang generell den Vorteil, dass bei Vertragsabschluss in der Regel bereits bestimmt werden kann, welche Ablaufleistungen bei Vertragsende gezahlt werden. Man spricht in diesem Zusammenhang von den Garantiewerten.

Der Anleger weiß damit bereits viele Jahre im Voraus, welche finanziellen Möglichkeiten ihm später bei Vertragsauszahlung zur Verfügung stehen. Dies ist insbesondere bei periodischen Beitragszahlungen von Vorteil. Es lässt sich in der Regel zuverlässig simulieren, für welche Ablaufleistung über welchen Zeitraum welche monatliche Versicherungsprämie erbracht werden muss.

Kritisch zu betrachten ist allerdings der Umstand, dass die Lebensversicherung generell nicht unbedingt die rentabelste Anlageform darstellt. Über eine entsprechend lange Laufzeit erzielt das Investment in Aktien in der Regel höhere Renditen.

Anlage in Immobilien


Die Kapitalanlage in Immobilienvermögen kann aus Sicht der langfristigen Rentabilität und der Erzielung von Steuervergünstigungen von Interesse sein.

Um die Rentabilität eines Immobilieninvestments beurteilen zu können, sollte man sich Rat von Immobilienexperten einholen. Diese können insbesondere die Wertentwicklung einer Immobilie hinsichtlich des Standorts, der Größe der Immobilie und seiner Ausstattung, der Vermietbarkeit und der Höhe der zu erzielenden Mieteinnahmen beurteilen.

Der Erwerb von denkmalgeschützten Immobilien führt über eine bestimmte Dauer zu jährlichen steuerlichen Verlustabschreibungen, die sich für den Anleger steuerlich vorteilhaft auswirken können.

Der Vorteil einer Kapitalanlage in Immobilien liegt insbesondere in der generellen Wertbeständigkeit von Immobilien. Zudem kann durch eine Vermietung der Immobilie auch ein regelmäßiges Einkommen erzielt werden.

Von Nachteil einer Geldanlage in Immobilien kann sein, dass das Kapital über einen langen Zeitraum gebunden ist. Ferner muss beachtet werden, dass in Immobilien regelmäßig zur Werterhaltung investiert werden muss (zum Beispiel: Reparaturen, Sanierungen). Dies muss der Anleger beachten und entsprechend finanzielle Vorsorge treffen, damit gegebenenfalls anfallende Reparaturen durchgeführt werden können. Bei der Vermietung einer Immobilie sollte der Vermieter also einen Teil der Mieteinnahmen für Rücklagen verwenden.

Ferner muss die Immobilie verwaltet werden. Hierfür gibt es natürlich Dienstleister. Die Kosten hierfür müssen allerdings bei der Rentabilitätsberechnung des Immobilieninvestments beachtet werden.

Eine Alternative zur Vermögensanlage in Immobilien kann das Investment in Immobilienfonds sein.
Letzte Änderung am Donnerstag Januar 26, 2012 06:13:07 von Monitorer6
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