Verzinsliche Wertpapiere - Kauf



Der Kauf von verzinslichen Wertpapieren erfolgt entweder bei der Emission oder auf dem so genannten Sekundärmarkt.

Auf dem Sekundärmarkt werden die Papiere in der Zeit zwischen der Ausgabe und der Fälligkeit zum jeweils aktuellen Marktwert gehandelt, also erworben oder verkauft.

Emittenten


Emittiert, also ausgegeben, werden Wertpapiere von unterschiedlichen Gruppen.

Der Anleger sollte darauf achten, wie finanzkräftig (Stichwort: Bonität) der Emittent ist, da hiervon die Sicherheit seiner ausgewählten Vermögensanlage abhängt.

Ein bedeutender Emittent ist die öffentliche Hand, die beispielsweise durch die Ausgabe von Schuldverschreibungen ihren Kapitalbedarf finanziert. Sowohl der Bund als auch die Länder, Städte und Gemeinden treten als Emittenten auf.

Wirtschaftsunternehmen sind ebenfalls Emittenten von Schuldverschreibungen, so genannten Unternehmensanleihen oder Industrieobligationen.

Kreditinstitute geben ebenfalls Schuldverschreibungen aus, so genannte Bankschuldverschreibungen. Hierunter fallen insbesondere


  • Pfandbriefe: dienen zur Refinanzierung von Hypothekarkrediten, emittiert von Hypothekenbanken oder öffentlich-rechtlichen Kreditanstalten,
  • Kommunalobligationen: ausgegeben von Realkreditinstituten (Sammelbegriff für alle privaten Hypothekenbanken und öffentlich-rechtlichen Kreditanstalten); die durch den Verkauf von Kommunalobligationen erhaltenen Gelder werden von den Realkreditinstituten als Kredite an die öffentliche Hand weitergeleitet;
  • Schuldverschreibungen von Sonderkreditinstituten,
  • Kassenobligationen: festverzinsliche Wertpapiere mit einer Laufzeit von mehr als vier Jahren,
  • sonstige Inhaberschuldverschreibungen: alle Inhaberpapiere (Wertpapiere, bei denen die Rechte aus dem Papier, zum Beispiel auf Zinszahlung oder auf Rückzahlung der Geldanlage, allein an den Besitz des Papiers geknüpft sind; im Gegensatz zum Namenspapier, bei dem das Wertpapier auf den Namen eines bestimmten Gläubigers ausgestellt ist), die ein Forderungsrecht verbriefen; sie dienen der Geldbeschaffung der Kreditinstitute.


Ausländische Emittenten, zum Beispiel ausländische Staaten, Regionen oder Städte, öffentlich-rechtliche Einrichtungen, Wirtschaftsunternehmen, Kreditinstitute oder supranationale Institutionen (Weltbank oder Europäische Investitionsbank) können auf dem deutschen Markt ebenfalls als Herausgeber von Wertpapieren auftreten.

Die Finanzkrise hat allerdings auch deutlich gemacht, dass selbst der Erwerb von Staatsanleihen ausländischer Länder mit erheblichen finanziellen Risiken verbunden sein kann.
Letzte Änderung am Montag Januar 30, 2012 06:41:26 von Monitorer6
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