Aschewolke und Flugverbot - Schadensersatz und Passagierrechte

Dezember 2016

Wenn die Aschewolke eines Vulkans über einer Region liegt und somit den Flugverkehr behindert (Beispiel: isländischer Vulkan brach im April 2010 aus), so stellen sich die Passagiere die Frage, ob sie einen Anspruch auf Entschädigung haben.

Die Rechte der Passagiere bei einem Vulkanausbruch und der darauf folgenden Sperrung des Luftraums sind grundsätzlich die folgenden:
  • Zunächst haben die Passagiere, die aufgrund der Sperrung des Luftraums nicht reisen können, ein Recht auf Zurückerstattung des Ticketpreises samt Steuern und Gebühren.
  • Eine Alternative zu dieser Ticketerstattung ist, daß die Airline den Flug umbucht auf einen anderen Termin, etwa dann, wenn der Luftraum wieder freigegeben ist. Diese Art der Entschädigung ist aber nur möglich, wenn der Passagier damit einverstanden ist. In jedem Fall kann er sich für die erste Alternative (Ticketpreiserstattung) entscheiden - der Passagier hat also ein echtes Wahlrecht.

Ein darüber hinausgehender Schadensersatz (zum Beispiel: entgangener Gewinn wegen Versäumung eines wichtigen Termins) besteht im Falle von Vulkanasche, die den gesamten regionalen Luftraum lahmlegt, nicht, denn bei derartiger höherer Gewalt, für die die Airlines überhaupt nichts können, müssen sie nicht einstehen.

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