Was man zu einem Reservierungsvertrag wissen muss

Dezember 2016


Vor der Unterzeichnung des Reservierungsvertrags

  • Es kann sehr gut sein, dass ein Makler oder ein Immobilienerwerber im Lichte der gravierend schwierigen Immobilienkrise auf schnellen Kauf ist. Jedoch muss er paar Tage abwarten müssen , wenn er Beispielweise eine Kreditauszahlung abwarten muss. Daher kommt die Unterschreibung von einem so genannten Reservierungsvertrag in Frage , die Wunsch-Immobilie für paar Tage frei zu halten.
  • Nun soll man festhalten, dass man sich vor der Unterzeichnung des Reservierungsvertrags die Vertragsformen / Vertragsklausel genausten informieren soll.
  • Es ist nie auszuschließen, dass "Fallen" in Klauseln eingebaut werden. Daher ist es ratsam eine haargenaue Prüfung der Allgemeinen Vertragsbedingungen (AVB) vollziehen. Unterschreiben Sie niemals einen Vertrag, dessen Inhalt für Sie unverständlich oder unübersichtlich ist. Holen Sie vorsichtshalber davor eine Fachberatung. Sicher ist sicher!.

Reservierungsvertragsinhalt

  • Zum Vertragsinhalt sagt § 307 BGB das Folgende:


"Bestimmungen in Allgemeinen Geschäftsbedingungen sind unwirksam, wenn sie den Vertragspartner des Verwenders entgegen den Geboten von Treu und Glauben unangemessen benachteiligen. Eine unangemessene Benachteiligung kann sich auch daraus ergeben, dass die Bestimmung nicht klar und verständlich ist.
-Eine unangemessene Benachteiligung ist im Zweifel anzunehmen, wenn eine Bestimmung
- mit wesentlichen Grundgedanken der gesetzlichen Regelung, von der abgewichen wird, nicht zu vereinbaren ist oder wesentliche Rechte oder Pflichten, die sich aus der Natur des Vertrags ergeben, so einschränkt, dass die Erreichung des Vertragszwecks gefährdet ist".

Reservierungsgebühren

  • Demnach wird dieser Reservierungsvertrag gegen eine geringe Reservierungsgebühr abgeschlossen. Diese Reservierungsgebühr wird nach abgeschlossenem Immobilienkauf auf den Kaufpreis angerechnet.
  • Es heißt weiter , dass nach der Auffassung der Rechtsprechung diese Reservierungsgebühren eine erfolgsunabhängige Teilprovision darstellen, die über Allgemeine Geschäftsbedingungen nicht wirksam vereinbart werden können. Dies beruht sich darauf, dass es sich bei der Erfolgsabhängigkeit der Maklertätigkeit um einen wesentlichen Grundsatz des Maklervertrages handelt, von dem formularmäßig nicht ohne eine individuelle Verhandlung zwischen Makler und Kaufinteressenten wirksam abgewichen werden kann. Bei nicht notarieller Beurkundung riskiert der Makler den Verlust seiner finanziellen Ansprüchen ( nämlich seine Vermittlungsprovision ).

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