Erbrecht und Tiere

Dezember 2016

Gemäß § 90a Bürgerliches Gesetzbuch werden Tiere rechtlich wie Sachen behandelt. Dementsprechend gehört das Tier nach dem Tod des Besitzers zu seinem Nachlass. Es geht somit in das Eigentum des entsprechenden Erben über. Aus dem gleichen Grund ist es auch nicht möglich, das Tier selbst als Erben oder Vermächtnisnehmer einzusetzen, da nur natürliche und juristische Personen aber nicht Sachen erbfähig sind.

Die spätere Haltung und Pflege des Tieres kann dennoch sichergestellt werden. Es ist möglich einen Erben oder Vermächtnisnehmer zu bestimmen und gleichzeitig, das Erbe mit einer Haltungs- und Pflegeauflage zu verbinden. Auf diese Weise kommt das Vermögen dem Tier indirekt durch die Auflage zu Gute. Unter Umständen kann ein Testamentsvollstrecker eingesetzt werden, um die Einhaltung der Auflagen zu überwachen.

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