Zweitjob: Was sollte ein Arbeitnehmer beachten?

Dezember 2016

Bevor ein Arbeitnehmer einen Zweitjob aufnehmen kann, gibt es einiges zu beachten. Insbesondere gilt es, den Arbeitsvertrag des Hauptjobs hinsichtlich möglicher Bestimmungen zur Aufnahme einer Nebentätigkeit zu überprüfen. Die folgenden Fälle sind zu unterscheiden:
  • keine Klausel: Arbeitgeber muss nicht informiert werden.
  • Der Arbeitgeber ist vor Aufnahme der Nebentätigkeit zu informieren.
  • Der Zweitjob muss vom Arbeitgeber genehmigt werden.
  • Ein Zweitjob ist verboten: Diese Klausel ist nichtig.

Die entsprechende Bestimmung im Arbeitsvertrag ist zwingend zu befolgen; andernfalls riskiert der Arbeitnehmer eine Abmahnung oder sogar Kündigung. Auch die Nichtbeachtung der folgenden Regeln kann eine Abmahnung / Kündigung zu Folge haben:
  • Es ist unzulässig, einen Nebenjob bei der Konkurrenz anzunehmen.
  • Der Nebenjob darf nicht dazu führen, dass die Leistungsfähigkeit des Arbeitnehmers in seinem Hauptjob beeinträchtigt wird.
  • Wenn der Arbeitnehmer in seinem Hauptjob krank geschrieben ist, kann er für seinen Zweitjob nicht weiter tätig werden.
  • Während seines Urlaubs darf der Arbeitnehmer keinen Zweitjob als Vollzeitjob ausüben.
  • Die gesetzliche Höchstarbeitszeit darf nicht überschritten werden (48 Stunden pro Woche).

Häufig wird die Nebentätigkeit in Form eines Minijobs ausgeübt. Bei Einkünften über 400 Euro im Monat benötigt der Arbeitnehmer eine zweite Lohnsteuerkarte. In der zweiten Lohnsteuerkarte wird die Steuerklasse VI eingetragen.

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