Was man zur Erwerbsunfähigkeit wissen soll

Dezember 2016

Wird man lange Zeit und aus den gleichen gesundheitlichen Gründen krank-geschrieben , wird es
fälschlicherweise oft davon ausgegangen , dass man die Erwerbsunfähigkeitsrente automatisch
beanspruchen darf. Dieser Beitrag soll dazu dienen , dieses Missverständnis auszuräumen.

Als Ersten Schritt für den langen bürokratischen Weg ist es einen ärztlichen Attest bzw. Gutachten
vorgelegt zu bekommen. So wird es mindestens die Tür zur Gewissheit angeklopft.
Im ärztlichen Attest muss der behandelnde Arzt & behandelnden medizinischen Stellen alle Infos bezüglich des Versicherungsfalls erläutern : Krankheitsursachen , Eintrittstermin des Falls, voraussichtliche Dauer der
Erwerbsunfähigkeit , Art der Erwerbsunfähigkeit (teilweiser oder voller Erwerbsminderung).
Dazu soll man damit rechnen, dass der Versicherer einen konkreten Bericht über seinen finanziellen sowie
über seinen gesundheitlichen Zustand beim Eintritt des Berufsunfähigkeitsfalls vorzulegen hat.
Festzuhalten ist es, dass die Höhe der Erwerbsunfähigkeitsrente von den bereits eingezahlten Versicherungsbeiträgen beziehungsweise von der Lebensdauer seiner Versicherungsleben abhängt.

Hinzuvedientgrenze bei einer Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung


a)in voller Höhe das 0,23fache,
b)in Höhe der Hälfte das 0,28fache der monatlichen Bezugsgröße, vervielfältigt mit der Summe der
Entgeltpunkte (§ 66 Abs. 1 Nr. 1 bis 3) der letzten drei Kalenderjahre vor Eintritt der teilweisen
Erwerbsminderung, mindestens jedoch mit 1,5 Entgeltpunkten,
2.bei einer Rente wegen voller Erwerbsminderung in voller Höhe 450 Euro,

Hinzuvedientgrenzebei einer Rente wegen voller Erwerbsminderung


a)in Höhe von drei Vierteln das 0,17fache,
b) in Höhe der Hälfte das 0,23fache,
c) in Höhe eines Viertels das 0,28fache der monatlichen Bezugsgröße, vervielfältigt mit der Summe der Entgeltpunkte (§ 66 Abs. 1 Nr. 1 bis 3) der letzten drei Kalenderjahre vor Eintritt der vollen Erwerbsminderung, mindestens jedoch mit 1,5 Entgeltpunkten,

4.bei einer Rente für Bergleute
a)in voller Höhe das 0,25fache,
b)in Höhe von zwei Dritteln das 0,34fache,
c) in Höhe von einem Drittel das 0,42fache der monatlichen Bezugsgröße, vervielfältigt mit der Summe der
Entgeltpunkte (§ 66 Abs. 1 Nr. 1 bis 3) der letzten drei Kalenderjahre vor Eintritt der im Bergbau verminderten Berufsfähigkeit oder der Erfüllung der Voraussetzungen nach § 45 Abs. 3, mindestens jedoch
mit 1,5 Entgeltpunkten.
(3) Bei der Feststellung eines Hinzuverdienstes, der neben einer Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung
oder einer Rente für Bergleute erzielt wird, stehen dem Arbeitsentgelt oder
Arbeitseinkommen gleich der Bezug von
1.Krankengeld,
a)das aufgrund einer Arbeitsunfähigkeit geleistet wird,
die nach dem Beginn der Rente eingetreten ist, oder
b)das aufgrund einer stationären Behandlung geleistet wird, die nach dem Beginn der Rente begonnen worden ist,
2.Versorgungskrankengeld,
a)das aufgrund einer Arbeitsunfähigkeit geleistet wird,
die nach dem Beginn der Rente eingetreten ist, oder
b)das während einer stationären Behandlungsmaßnahme geleistet wird, wenn diesem ein nach Beginn der
Rente erzieltes Arbeitsentgelt oder Arbeitseinkommen zugrunde liegt,
3.Übergangsgeld,
a)dem ein nach Beginn der Rente erzieltes Arbeitsentgelt oder Arbeitseinkommen zugrunde liegt oder
b)das aus der gesetzlichen Unfallversicherung geleistet wird, und
4.den weiteren in § 18a Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 des Vierten Buches genannten Sozialleistungen.
Bei der Feststellung eines Hinzuverdienstes, der neben einer Rente wegen voller Erwerbsminderung erzielt
wird, steht dem Arbeitsentgelt oder Arbeitseinkommen das für denselben Zeitraum geleistete
1.Verletztengeld und
2.Übergangsgeld aus der gesetzlichen Unfallversicherung gleich.
Als Hinzuverdienst ist das der gesetzliche-krankenversicherung-krankengeld Sozialleistung zugrunde liegende monatliche Arbeitsentgelt oder Arbeitseinkommen zu berücksichtigen'.

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