ausländische Quellensteuer nur auf positive Kapitalerträge anrechenbar

Dezember 2016

  • Eine Entscheidung des Finanzgerichts Baden-Württemberg hat sich mit der Anrechenbarkeit der ausländischen Quellensteuer auf die Abgeltungssteuer beschäftigt (Az.: 1 K 332/09).
  • Während in Deutschland auf Kapitalerträge nunmehr die Abgeltungssteuer in Höhe von 25% anfällt, unterliegen im Ausland erzielte Erträge oftmals einer im dortigen Land erhobenen Quellensteuer. Diese ist prinzipiell in Deutschland anrechenbar, wenn die ausländischen Kapitalerträge der deutschen Abgeltungssteuer unterworfen sind. Dies gilt allerdings nur, wenn Abgeltungssteuer anfällt.
  • Kommt es aufgrund vom Steuerpflichtigen geltend gemachter Verlustvorträge zu keinem Einbehalt der Abgeltungssteuer durch das betreffende Kreditinstitut, dann kann die Quellensteuer nicht verrechnet werden. Ein Übertrag nicht angerechneter Quellensteuer auf das Folgejahr ist nicht möglich. Sofern also im Verlauf des betreffenden Kalenderjahres keine positiven Kapitaleinnahmen anfallen, entfällt ein entsprechendes Minderungspotenzial.

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