Mietvertrag mit Verwandten

Dezember 2016

Häufig wird eine Wohnung an Angehörige vermietet. Die vereinbarte Miete ist dabei regelmäßig niedriger als die ortsübliche Marktmiete. In diesem Zusammenhang sind allerdings einige Regeln zu beachten, um Werbungskosten (beispielsweise Abschreibungen, Finanzierungskosten, etc.) steuerlich geltend machen zu können:
  • Die vereinbarte Miete muss mindestens 75% der ortsüblichen Marktmiete betragen. Nur in diesem Fall wird ohne weiteren Nachweis eine Einkunftserzielungsabsicht unterstellt, was bedeutet, dass die Werbungskosten in voller Höhe abzugsfähig sind.
  • Ein Mietvertrag ist abzuschließen.
  • Die Mietzahlung sollte auf das entsprechende Konto geleistet werden.

Hält der Mietvertrag einem sogenannten Fremdvergleich stand, dann ist es beispielsweise auch nicht rechtsmissbräuchlich, wenn eine Wohnung von den Eltern an das Kind vermietet wird und die Miete aus dem Barunterhalt der Eltern gezahlt wird (Urteil vom 19.10.1999, Az. IX R 39/99).

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