Zeitarbeit: Vermittlungsprovision

Dezember 2016

Üblicherweise findet sich in den Überlassungsverträgen von Zeitarbeitsfirmen eine Klausel, die die Zahlung einer Vermittlungsprovision regelt. Danach hat die Entleiherfirma eine Vermittlungsprovision an die Zeitarbeitsfima zu zahlen, wenn der überlassene Arbeitnehmer bei der Entleiherfirma fest angestellt wird.

In diesem Zusammenhang gilt zu beachten, dass die Vereinbarung einer Vermittlungsprovision nicht grundsätzlich zulässig ist. So muss beispielsweise die Höhe der Vermittlungsprovision angemessen sein.

Ferner hat das Landgericht Aachen jetzt entschieden, dass eine Provision nur dann fällig wird, wenn die Übernahme des Arbeitnehmers in einem unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang mit dem Überlassungsvertrag steht (Urteil vom 26.03.2010, Az. 9 O 545/09). In dem verhandelten Fall war der Arbeitnehmer zunächst als Leiharbeiter bei seinem späteren Arbeitgeber tätig. Im Anschluss an eine Beschäftigung bei einer anderen Entleiherfirma, wurde er von dem früheren Arbeitgeber eingestellt. Eine Vermittlungsprovision wurde folglich nicht fällig, da die Vermittlung nicht während der Arbeitnehmerüberlassung erfolgte.

Lesen Sie auch :

Das Dokument mit dem Titel " Zeitarbeit: Vermittlungsprovision " wird auf CCM Recht & Finanzen (www.recht-finanzen.de) unter den Bedingungen der Creative Commons-Lizenz zur Verfügung gestellt. Unter Berücksichtigung der Lizenzvereinbarungen dürfen Sie das Dokument verwenden, verändern und kopieren, wenn Sie dabei CCM Recht & Finanzen deutich als Urheber kennzeichnen.