Schadensminderungspflicht

Dezember 2016

Die sogenannte Schadensminderungspflicht ergibt sich aus § 254 Absatz 2 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB). Danach hat in einem Schadensfall der Geschädigte die Pflicht, den Schaden möglichst gering zu halten. Ein Rechtsanspruch auf Geringhaltung des Schadens besteht zwar nicht, allerdings führt ein Verstoß gegen die Schadensminderungspflicht zu einer Reduzierung des zu leistenden Schadenersatzes.
  • Denn es heißt im (§ 254 Absatz 2 BGB):

" 1) Hat bei der Entstehung des Schadens ein Verschulden des Beschädigten mitgewirkt, so hängt die Verpflichtung zum Ersatz sowie der Umfang des zu leistenden Ersatzes von den Umständen, insbesondere davon ab, inwieweit der Schaden vorwiegend von dem einen oder dem anderen Teil verursacht worden ist.
(2) Dies gilt auch dann, wenn sich das Verschulden des Beschädigten darauf beschränkt, dass er unterlassen hat, den Schuldner auf die Gefahr eines ungewöhnlich hohen Schadens aufmerksam zu machen, die der Schuldner weder kannte noch kennen musste, oder dass er unterlassen hat, den Schaden abzuwenden oder zu mindern. Die Vorschrift des § 278 findet entsprechende Anwendung".

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