Was sind außergewöhnliche Belastungen?

Dezember 2016

Der Begriff "außergewöhnliche Belastung" stammt aus dem Steuerrecht. Gemäß § 33 Einkommensteuergesetz (EStG) handelt es sich hierbei um Aufwendungen, die
  • dem Steuerpflichtigen zwangsläufig entstehen: Der Steuerpflichtige kann sich den Aufwendungen aus rechtlichen, tatsächlichen oder sittlichen Gründen nicht entziehen, die Aufwendungen sind den Umständen nach notwendig und sie sind angemessen.
  • außergewöhnlich sind: Dem Steuerpflichtigen erwachsen größere Aufwendungen als der überwiegenden Mehrzahl der Steuerpflichtigen gleicher Einkommensverhältnisse, gleicher Vermögensverhältnisse und gleichen Familienstandes.

Wenn die außergewöhnlichen Belastungen eine zumutbare Eigenbelastung übersteigen, kann der übersteigende Teil auf Antrag steuermindernd vom Gesamtbetrag der Einkünfte abgezogen werden. Dabei ermittelt sich die zumutbare Belastung in Abhängigkeit vom Gesamtbetrag der Einkünfte, der Anzahl der Kinder und dem Familienstand.

Abzugrenzen sind die allgemeinen außergewöhnlichen Belastungen von den außergewöhnlichen Belastungen in besonderen Fällen (§§ 33a, 33b EStG). So gelten beispielsweise für behinderte Menschen besondere Pauschbeträge.

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