Abmahnung wegen Veröffentlichung des Gehalts

Dezember 2016




Der Arbeitsvertrag eines Arbeitnehmers sah in den vorformulierten Klauseln vor, daß es dem Arbeitnehmer verboten ist, mit jemand anderem über sein Gehalt zu sprechen.

Der Arbeitnehmer teilte in Gesprächen aber dennoch sein Gehalt seinen Kollegen mit.

Daraufhin erhielt er vom Arbeitgeber eine Abmahnung.

Der Arbeitnehmer klagte gegen die Abmahnung, und zwar mit Erfolg.

Das Landesarbeitsgericht Mecklenburg-Vorpommern entschied in seinem Urteil vom 21. 10. 2009, Az. 2 Sa 237/09, daß das Verbot an einen Arbeitnehmer, über sein Gehalt mit anderen zu sprechen, unwirksam sei. Daher sei auch eine darauf beruhende Abmahnung vom Arbeitgeber zurückzunehmen.

Begründet wurde dies mit dem arbeitsrechtlichen Gleichheitsgrundsatz: Um zu überprüfen, ob der Arbeitnehmer gleichbehandelt wird mit ähnlich qualifizierten Kollegen in gleicher Stellung, müsse es ihm möglich sein, sich mit anderen auch über sein Gehalt auszutauschen.


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