Haftung des Tierhalters

Dezember 2016

Gemäß § 833 Satz 1 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) ist ein Tierhalter zum Ersatz des durch das Tier entstandenen Schadens verpflichtet. Bei der Haftung des Tierhalters handelt es sich um eine sogenannte Gefährdungshaftung. Das bedeutet, dass der Halter des Tieres für Schäden haftet, auch wenn ihn selbst kein Verschulden trifft.

In diesem Zusammenhang ist zwischen Nutztieren und Luxustieren zu unterscheiden. Unter dem Begriff "Nutztiere" werden diejenigen Haustiere zusammengefasst, die dem Beruf, der Erwerbstätigkeit oder dem Unterhalt des Tierhalters zu dienen bestimmt sind. Während für Luxustiere eine Gefährdungshaftung besteht, ist die Ersatzpflicht nach § 833 Satz 2 BGB für Nutztiere ausnahmsweise ausgeschlossen, wenn der Tierhalter die Beaufsichtigung des Tieres mit der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt durchgeführt hat beziehungsweise der Schaden auch bei Anwendung dieser Sorgfalt entstanden sein würde (sogenanntes Nutztierprivileg).

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