Steuerermäßigung bei Aufwendungen für Handwerkerleistungen

Dezember 2016

Nach § 35a Einkommensteuergesetz (EStG) (die können Privatpersonen die Lohnkosten aus Handwerkerrechnungen für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen als Steuerermäßigung geltend machen.Gesetzliche Grundlage für den höchsten jährlichen Steuerabzug liest man hier.
Die Steuerermäßigung bezieht sich ausdrücklich nur auf den Arbeitslohn. Das Arbeitsmaterial bleibt unberücksichtigt. Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Steuerermäßigung ist,
  • dass der Steuerpflichtige eine Rechnung erhalten hat (Aufgliederung in Arbeitslohn und Arbeitsmaterial) und
  • dass die Zahlung auf das Konto des Erbringers erfolgt ist (das heißt: keine Barzahlung).

Unter den genannten Bedingungen vermindert sich die tarifliche Einkommensteuer um zwanzig Prozent der Aufwendungen des Steuerpflichtigen, höchstens jedoch um 1.200 Euro.

In diesem Zusammenhang gilt zu beachten, dass die Steuerermäßigung nur dann in Anspruch genommen werden kann, wenn die Aufwendungen für Handwerkerleistungen keine Werbungskosten oder Betriebsausgaben darstellen. So kann beispielsweise ein Wohnungseigentümer die Lohnkosten für das Streichen seiner Wohnung als Steuerermäßigung geltend machen. Ein Vermieter berücksichtigt dieselben Lohnkosten dagegen als Werbungskosten bei seinen Einkünften aus Vermietung und Verpachtung.

Lesen Sie auch :

Das Dokument mit dem Titel " Steuerermäßigung bei Aufwendungen für Handwerkerleistungen " wird auf CCM Recht & Finanzen (www.recht-finanzen.de) unter den Bedingungen der Creative Commons-Lizenz zur Verfügung gestellt. Unter Berücksichtigung der Lizenzvereinbarungen dürfen Sie das Dokument verwenden, verändern und kopieren, wenn Sie dabei CCM Recht & Finanzen deutich als Urheber kennzeichnen.