wie das Vaterschaftsanfechtungsverfahren durchzuführen ist

Dezember 2016

§ 1593 BGB zufolge gilt ein innerhalb einer Ehe geborenes Kind zunächst als Kind des Ehemannes. Doch weißen viele durchgeführte Verwandtschaftsuntersuchungen darauf hin, dass, immer mehr Fälle von Kuckuckskindern durch den Einsatz von DNA-Analysen aufgedeckt werden.
Im Laufe dieses Beitrags soll einen Blick über das Phänomen geworfen.

Abstammungsgutachten(DNA-Analyse)


Zuerst gilt es festzustellen, dass für den DNA-Abgleich (DNA-Analyse, auch DNA-Test, DNS-Analyse, DNS-Test, Genanalyse oder Gentest,) Abstrich der Schleimhaut von Vater und Kind notwendig ist. Andere Gegenstände wie zum Beispiel: Zigaretten, Taschentücher, Haare können auch dem Einsatz von DNA-Analysen auch dienen. Bei bestehender Vaterschaft wird es die Übereinstimmung von bestimmten Segmenten der DNS festgestellt.
Sollte ein Vater einen Verdacht an seine Vaterschaft hegen, darf er auf keinen Fall einen heimlichen Test durchführen lassen. Das Risiko dafür bestraft zu werden, ist ziemlich groß. Dazu werden die die heimliche, Vaterschaftstests vor Gericht unzulässig, wie es aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts 2007 hervorging.
  • Vaterschafanfechtungsfristen :Gesetzlich angesehen § 1600b kann die Vaterschaft binnen zwei Jahren gerichtlich angefochten werden. Die Frist beginnt mit dem Zeitpunkt, in dem der Berechtigte von den Umständen erfährt, die gegen die Vaterschaft sprechen;

Vaterschaftsanfechtungsberechtigte


(1) Berechtigt, die Vaterschaft anzufechten, sind:
1. der Mann, dessen Vaterschaft nach § 1592 Nr. 1 und 2, § 1593 besteht,
2. der Mann, der an Eides statt versichert, der Mutter des Kindes während der Empfängniszeit beigewohnt zu haben,
3. die Mutter,
4. das Kind und
5. die zuständige Behörde (anfechtungsberechtigte Behörde) in den Fällen des § 1592 Nr. 2.

(2) Die Anfechtung nach Absatz 1 Nr. 2 setzt voraus, dass zwischen dem Kind und seinem Vater im Sinne von Absatz 1 Nr. 1 keine sozial-familiäre Beziehung besteht oder im Zeitpunkt seines Todes bestanden hat und dass der Anfechtende leiblicher Vater des Kindes ist.

(3) Die Anfechtung nach Absatz 1 Nr. 5 setzt voraus, dass zwischen dem Kind und dem Anerkennenden keine sozial-familiäre Beziehung besteht oder im Zeitpunkt der Anerkennung oder seines Todes bestanden hat und durch die Anerkennung rechtliche Voraussetzungen für die erlaubte Einreise oder den erlaubten Aufenthalt des Kindes oder eines Elternteiles geschaffen werden.

(4) Eine sozial-familiäre Beziehung nach den Absätzen 2 und 3 besteht, wenn der Vater im Sinne von Absatz 1 Nr. 1 zum maßgeblichen Zeitpunkt für das Kind tatsächliche Verantwortung trägt oder getragen hat. Eine Übernahme tatsächlicher Verantwortung liegt in der Regel vor, wenn der Vater im Sinne von Absatz 1 Nr. 1 mit der Mutter des Kindes verheiratet ist oder mit dem Kind längere Zeit in häuslicher Gemeinschaft zusammengelebt hat.

(5) Ist das Kind mit Einwilligung des Mannes und der Mutter durch künstliche Befruchtung mittels Samenspende eines Dritten gezeugt worden, so ist die Anfechtung der Vaterschaft durch den Mann oder die Mutter ausgeschlossen.

(6) Die Landesregierungen werden ermächtigt, die Behörden nach Absatz 1 Nr. 5 durch Rechtsverordnung zu bestimmen. Die Landesregierungen können diese Ermächtigung durch Rechtsverordnung auf die zuständigen obersten Landesbehörden übertragen. Ist eine örtliche Zuständigkeit der Behörde nach diesen Vorschriften nicht begründet, so wird die Zuständigkeit durch den Sitz des Gerichts bestimmt, das für die Klage zuständig ist.(§ 1600 BGB)

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