Untervermietung: Voraussetzung der Gebrauchsüberlassung

Dezember 2016

Grundsätzlich ist der Mieter gemäß § 540 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) nicht berechtigt, die Wohnung ohne Erlaubnis des Vermieters weiter zu vermieten. Diese Genehmigung darf der Vermieter nach § 553 Absatz 1 BGB jedoch nicht verweigern, wenn
  • für den Mieter nach Abschluss des Mietvertrages ein berechtigtes Interesse an einer Untervermietung entsteht und
  • nur ein Teil des Wohnraums untervermietet werden soll.

Ausnahmsweise kann der Vermieter die Erlaubnis zur Untervermietung jedoch dann verweigern, wenn
  • in der Person des potenziellen Untervermieters ein wichtiger Grund vorliegt oder
  • durch die Untervermietung der Wohnraum übermäßig belegt würde oder
  • dem Vermieter die Untervermietung aus sonstigen Gründen nicht zugemutet werden kann.

Der Vermieter kann das Mietverhältnis kündigen, wenn der Mieter die Erlaubnis des Vermieters zur Untervermietung nicht eingeholt hat. In diesem Fall liegt ein Kündigungsgrund wegen unbefugter Gebrauchsüberlassung vor.

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