Von KG zu GmbH & Co. KG wechseln

Dezember 2016

Viele Unternehmer neigen dazu, deren KG zur GmbH & Co. KG umzuwandeln.

Anbei wird der Versuch unternommen, die Gründe dafür zu untersuchen:




Haftungsbeschränkung bei der GmbH


Wird die GmbH in das Handelsregister eingetragen, entsteht die Haftungsbeschränkung und somit die strikte Trennung zwischen Privat- und Gesellschaftsvermögen. Das heißt, dass die Gesellschafter nur mit dem persönlichen Vermögen der Gesellschafter mit dem Gesellschaftsvermögen haften und nicht mit deren persönlichen Vermögen.

Betrag des Stammkapitals bei der GmbH


Der Betrag des Stammkapitals bei der GmbH beträgt mindestens 25.000 Euro, welcher aus den einzelnen Geschäftsanteilen der Gesellschafter zusammensetzt.

Nachfolgeregelung bei der GmbH


Als Gesellschafter eines Unternehmens besteht ein großes Interesse daran, die Unternehmens-nachfolge zu regeln, denn eine fehlende Nachfolgeregelung in der Familien- GmbH kann die Existenz des Unternehmens gefährden. Vorteilhaft ist es bei dieser Gesellschaftsform, dass die GmbH als Vollafter
anstelle einer natürlichen Person eintritt.

Mitbestimmung des Aufsichtsrats nach dem Drittelbeteiligungsgesetz


die Gesellschaft unterliegt der Mitbestimmung nach dem Drittelbeteiligungsgesetz (DrittelbG). Dies bedeutet, dass

(1) Die Arbeitnehmer haben ein Mitbestimmungsrecht im Aufsichtsrat nach Maßgabe dieses Gesetzes in [.....]einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit in der Regel mehr als 500 Arbeitnehmern. Die Gesellschaft hat einen Aufsichtsrat zu bilden]


Weiter heißt es im DrittelbG:

(1) Der Aufsichtsrat eines in § 1 Abs. 1 bezeichneten Unternehmens muss zu einem Drittel aus Arbeitnehmervertretern bestehen.
(2) Ist ein Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer oder sind zwei Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmer zu wählen, so müssen diese als Arbeitnehmer im Unternehmen beschäftigt sein. Sind mehr als zwei Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmer zu wählen, so müssen mindestens zwei Aufsichtsratsmitglieder als Arbeitnehmer im Unternehmen beschäftigt sein.
(3) Die Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmer, die Arbeitnehmer des Unternehmens sind, müssen das 18. Lebensjahr vollendet haben und ein Jahr dem Unternehmen angehören. Auf die einjährige Unternehmensangehörigkeit werden Zeiten der Angehörigkeit zu einem anderen Unternehmen, dessen Arbeitnehmer nach diesem Gesetz an der Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern des Unternehmens teilnehmen, angerechnet. Diese Zeiten müssen unmittelbar vor dem Zeitpunkt liegen, ab dem die Arbeitnehmer zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern des Unternehmens berechtigt sind. Die weiteren Wählbarkeitsvoraussetzungen des § 8 Abs. 1 des Betriebsverfassungsgesetzes müssen erfüllt sein.
(4) Unter den Aufsichtsratsmitgliedern der Arbeitnehmer sollen Frauen und Männer entsprechend ihrem zahlenmäßigen Verhältnis im Unternehmen vertreten sein.

Geschäftsführung bei der GmbH


"Bei der GmbH ist es durchaus möglich , einen faktischen Geschäftsführer , der das Unternehmen leitet,ohne wirksam zum Geschäftsführer bestellt worden zu sein, sollte ein Geschäftsführer aus Unachtsamkeit nicht ordnungsgemäß bestellt wurde oder ein so genannter Strohmann als bestellter Geschäftsführer einer GmbH vorgeschoben wird". Quelle

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