Gesetzeslage der Sterbehilfe in Deutschland, in der Schweiz und in Österreich

Dezember 2016

Sterbehilfe (manchmal Euthanasie genannt) bezeichnet Handlungen, die von der Hilfe und Unterstützung im Sterben - bis hin zur aktiven Tötung sterbender oder schwerstkranker Menschen reichen.
Anbei wird einen unverbindlichen Blick über das Phänomen im kurzen Vergleich in Bezugnahme auf das deutsche, österreichische und schweizerische Strafrecht geworfen.



Die gesetzliche Lage der Strafbarkeit der Euthanasie - in den drei deutschsprachigen Ländern unter die Lupe zu nehmen , ist es wichtig den Unterschied zwischen die Aktive Sterbehilfe, Beihilfe zur Selbsttötung (Assistierter Suizid), Passive Sterbehilfe und Indirekte Sterbehilfe hervorzuheben

Strafbarkeit der aktiven Sterbehilfe in Vergleich

Strafbarkeit der aktiven Sterbehilfe in Deutschland

Euthanasie in Deutschland ist verboten: Mit Haftstrafe bis zu 5 Jahren Haftstrafe ist zu rechnen.

Strafbarkeit der aktiven Sterbehilfe in Österreich

Aktive Sterbehilfe in Österreich ist verboten: Mit Haftstrafe bis zu 5 Jahren Haftstrafe ist zu rechnen.

Strafbarkeit der aktiven Sterbehilfe in der Schweiz

Euthanasie in der Schweiz ist ebenso verboten: soweit es kein ausdrücklicher Wunsch des Opfers nachzuweisen ist, ist es mit Haftstrafe bis zu 5 Jahren Haftstrafe ist zu rechnen. : entweder wird es die Sterbehilfe als Totschlag (§113 StGB, ein bis zehn Jahre Freiheitsentzug) oder gar als vorsätzliche Tötung (§111 StGB, fünf bis zehn Jahre Freiheitsentzug) eingestuft.

Strafbarkeit der assistierten Suizid ( Beihilfe zur Selbsttötung) in Vergleich

Beihilfe zur Selbsttötung aus deutscher gesetzlicher Hinsicht

Beihilfe zur Selbsttötung ist im deutschen Gesetz legal, solange die Person das Mittel ohne fremde Hilfe einnimmt.

Beihilfe zur Selbsttötung aus gesetzlicher österreichischer Hinsicht

Nach dem österreichischen gibt es keinen Unterschied zwischen aktiver Sterbehilfe und
assistierter Suizid . Ebenfalls ist es mit Haftstrafe bis zu 5 Jahren Haftstrafe zu rechnen.

Beihilfe zur Selbsttötung aus gesetzlicher schweizerischen Hinsicht

Im Gegensatz zur österreichischer und deutscher Strafgesetzen ist die Beihilfe zur Selbsttötung auch assistierter Suizid genannt, legal, jedoch nur wenn keine selbstsüchtigen Beweggründe vorliegen. Liegen sie welche ist es mit Haftstrafe bis zu fünf Jahren Freiheitsentzug oder Geldstrafe(§115 StGB) zu rechnen. Als Bespiel hierfür, drückt ein Angehöriger einem Sterbewilligen eine Überdosis Schlaftabletten in die Hand und alarmiert den Notarzt nicht, ist er wegen unterlassene Hilfeleistung dran.

Passive Sterbehilfe in Vergleich

Liegt eine entsprechende Einwilligung des Patienten vor wird Passive Sterbehilfe straffrei, in der Schweiz und in Deutschland. Als Beispiel hierfür den Verzicht auf eine künstliche Beatmung bei einer tödlichen Krankheit.

Indirekte Sterbehilfe in Österreich, in der Schweiz und in Deutschland

Liegt eine Willensäußerung des Todkranken oder gültige Patientenverfügung vor, wird die Inkaufnahme eines vorzeitigen Todes durch schmerzlindernde Medikamente, die als Nebenwirkung den Todeseintritt beschleunigen.
Bild: ©Sterbehilfe Deutschland.

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