Unternehmen im Inland: Körperschaftsteuer und Ermittlung des Einkommen

Dezember 2016


Unternehmen im Inland: Körperschaftsteuer und Ermittlung des Einkommen

Die Körperschaftsteuer ist eine Steuer auf das Einkommen von juristischen Personen.

Die Besteuerung des Gewinns einer Kapitalgesellschaft mit Körperschaftsteuer und die zusätzliche Besteuerung der Gewinnausschüttung beim Anteilseigner kann zu einer steuerlichen Doppelbelastung oder Doppelbesteuerung führen. Eine steuerliche Doppelbelastung entsteht zum Beispiel bei inländischen Steuersachverhalten, wenn sowohl Kapitalgesellschaft als auch Anteilseigner in Deutschland steuerpflichtig sind.

Unbeschränkte Körperschaftsteuerpflicht

Beispiele für Körperschaften sind die Aktiengesellschaft (AG), die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) und die Stiftung.
Personenvereinigungen in der Form von Mitunternehmerschaften (z.B. Offene Handelsgesellschaften, GbR) unterliegen hingegen nicht der Körperschaftsteuer; der einzelne Mitunternehmer unterliegt mit seinen Einkünften der Einkommensteuer.
Unbeschränkt steuerpflichtig sind Körperschaften, die entweder ihre Geschäftsleitung oder ihren Sitz in Deutschland haben. Die unbeschränkte Körperschaftsteuerpflicht erstreckt sich auf sämtliche Einkünfte.

Ermittlung des Einkommens

Besteuerungsgrundlage für die Körperschaftsteuer ist - ebenso wie für die Einkommensteuer - das Einkommen, das die Körperschaft innerhalb des Kalenderjahrs bezogen hat.
Zur Ermittlung des steuerlichen Gewinns wird zunächst das Ergebnis der Bilanzierung nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) herangezogen. Was steuerrechtlich als Einkommen gilt und wie das Einkommen zu ermitteln ist, bestimmt sich darüber hinaus nach den Vorschriften des Einkommensteuergesetzes. Zusätzlich sind hierbei aber besondere Vorschriften des Körperschaftsteuergesetzes zu beachten, z. B die Vorschriften zu den verdeckten Gewinnausschüttungen.
Gewinne aus der Veräußerung einer Beteiligung an einer anderen in- oder ausländischen Körperschaft werden grundsätzlich von einer Besteuerung freigestellt.
Gleiches gilt für Gewinnausschüttungen, die eine Körperschaft aus ihrer Beteiligung an einer anderen in- oder ausländischen Körperschaft erhält.

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