Ping-Anrufe: betrugsrelevante Täuschung

Dezember 2016

Der Begriff "Ping-Anruf" bezeichnet einen sogenannten Lockanruf. Nach nur einmaligem Signalton wird die Verbindung wieder abgebrochen. Ziel ist es, den Angerufenen zu einem Rückruf zu veranlassen, der über eine teure Mehrwertnummer erfolgt.

In diesem Zusammenhang hat das Oberlandesgericht Oldenburg entschieden, dass Ping-Anrufe eine Täuschungshandlung gemäß § 263 Absatz 1 Strafgesetzbuch StGB darstellen. Ein Kommunikationsanliegen wird vorgetäuscht. Ziel ist es, den Angerufenen durch einen vorgetäuschten Kommunikationswunsch zu einer schädigenden Vermögensverfügung zu veranlassen. Damit ist eine betrugsrelevante Täuschung des Angerufenen gegeben.

(Beschluss vom 20.8.2010, Az. 1 Ws 371/10)

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