Wann darf man die Beerdigungskosten von der Steuer absetzen?

Dezember 2016

Einem Zeitungsartikel in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zufolge, kostet eine einfache Beerdigung durchschnittlich etwa 7.000 Euro in Deutschland.

Die wichtigsten Posten bei den Bestattungskosten sind die Kosten für Friedhof, Bestatterleistungen, Steinmetz und Friedhofsgärtner. Eine Übersicht über die verschiedenen Kosten findet man hier.
Seit 2004 fließen in Sterbekassen keine Gelder mehr, sodass die Hinterbliebenen beziehungsweise/die Erben insbesondere Menschen mit geringen finanziellen Mitteln vorsorgen sollten.( Todesfall in der Familie Informieren Sie sich was es zu tun ist.
Sollte der Nachlass nicht ausreichen, können die Hinterbliebenen die Beerdigungskosten dafür von der Steuer absetzen. Anders sieht es aus, wenn die die Beerdigungskosten mit dem Nachlass des Verstorben gedeckt sind. In dem Falle kann man sie nicht steuerlich geltend machen.
Die Pflicht zur Übernahme der Bestattungskosten als echte Nachlassverbindlichkeit ergibt sich grundsätzlich erst einmal aus § 1968 BGB. Demzufolge müssen die Erben des Verstorbenen die Kosten für die Beerdigung übernehmen. Hat der Erblasser keine Erben, weil diese z. B. allesamt wirksam das Erbe ausgeschlagen haben, so tritt der Staat an die Stelle der Erben.
Je nach Bundesland muss ein Unterhaltsverpflichtete in manchen Fällen - trotz wirksamer Erbausschlagung die Kosten übernehmen. Das hängt mit den unterschiedlichen Regelungen zusammen, die im Bestattungsgesetz der Länder festgelegt werden.

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