Praktische Tipps für Klageerhebung beim Arbeitsgericht

Dezember 2016

Hat ein Arbeitnehmer einen Rechtsstreit mit seinem Arbeitgeber (zum Beispiel wegen "unberechtigter Kündigung" soll man eine Klage bei Arbeitsgericht erheben.
Zeit und Kosten zu sparen, haben wir anbei für die Betroffenen paar praktische Tipps für Klageerhebung beim Arbeitsgericht.


Zuerst gilt es hervorzuheben, dass die schriftliche Klageschrift in doppelter Ausfertigung einzureichen ist.

Klageschriftinhalt

Die folgenden Punkte müssen eine Klageschrift enthalten:
  • Die vollständige Adresse des Klägers.
  • Die vollständige Adresse der beklagten Partei.(Bei Firmen ist es wichtig den Namen des Firmenvertreters hinzuzufügen).
  • Genaue Beschreibung des Sachverhaltes mit Eingabe des Grundes der erhobenen Klage.
  • Es ist kurz und deutlich darzustellen, was der Kläger was mit der Klageerhebung bezweckt
    • Kündigungsschutzklage: die Klagefrist bei Kündigungsschutzklage ist genauestens zu beachten.Denn die Klage gegen eine ausgesprochene Kündigung muss spätestens binnen einer Frist von 3 Wochen, gerechnet vom Zugang der schriftlichen Kündigung an, bei Gericht eingegangen sein.
    • Klage auf Lohnzahlung: Geldansprüche müssen grundsätzlich beziffert (Brutto- oder Nettobeträge)sein.
    • Klage auf Herausgabe von Arbeitspapieren: dabei ist es genau anzugeben, welche Arbeitspapiere herausgegeben werden sollen.
    • Klage auf Zeugniserteilung: Der Kläger hat anzugeben, ob es um ein einfaches Zeugnis oder ein qualifiziertes Zeugnis geht, welches sich auch auf Führung und Leistung erstreckt wird , und welches Arbeitszeugnis gewünscht ist.
  • Zudem ist es hinzufügen, dass der Klageschrift Fotokopien von:

beizufügen sind.

Kosten im arbeitsgerichtlichen Verfahren

Die Aufteilung der entstandenen Gerichtskosten auf die Parteien hängt von dem Ausgang des Verfahrens ab. Wer verloren hat, muss die Gerichtskosten tragen.
Abhängig vom Verfahrensausgang können die Gerichtsgebühren auch ganz entfallen.
In der ersten Instanz des arbeitsgerichtlichen Verfahrens, also vor den Arbeitsgerichten, trägt grundsätzlich jede Partei ihre Anwaltskosten selber (§ 12 a ArbGG). Die Kosten werden also nicht vom Gegner erstattet, wenn der Prozess gewonnen wird.
In der zweiten Instanz des arbeitsgerichtlichen Verfahrens trägt grundsätzlich die unterliegende Partei die Kosten des Verfahrens (§ 97 ZPO).

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