Rechte der Busreisenden bei Busverspätungen

Dezember 2016

"Am 01.03.2013 trat die "Verordnung (EU) Nr. 181/2011 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Februar 2011 über die Fahrgastrechte im Kraftomnibusverkehr und zur Änderung der Verordnung Nr. 2006/2004" in Kraft. Sie soll EU-weit Schutzrechte für Fernbusreisende gewährleisten.
Die Verordnung gilt nach Art. 2 Abs. 1 "für Fahrgäste von Linienverkehrsdiensten für nicht näher bestimmte Gruppen von Fahrgästen, bei denen der Abfahrts- oder der Ankunftsort des Fahrgastes im Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats liegt und bei denen die planmäßige Wegstrecke 250 km oder mehr beträgt".
Kurz zusammengefasst die wichtigsten Rechte der Reisenden:

Rechte auf Langstreckenfahrten über 250 km

  • angemessene Hilfeleistungen bei Annullierungen oder Verspätungen von mehr als 90 Minuten bei Fahrten von mehr als drei Stunden (Bereitstellung von Imbissen, Mahlzeiten oder Erfrischungen bzw. Hotelunterbringung für max. zwei Nächte und max. 80 Euro pro Peron), außer bei widrigen Wetterbedingungen oder schweren Naturkatastrophen;
  • Fahrpreiserstattung oder Weiterreise mit geänderter Streckenführung bei Überbuchung oder Annullierung oder Verspätung von mehr als 120 Minuten gegenüber der erwarteten Abfahrtszeit;
  • zusätzlich Entschädigungsanspruch i.H.v. 50 % des Fahrpreises, wenn der Beförderer dem Fahrgast weder die Weiterreise mit geänderter Streckenführung noch die Erstattung des Fahrpreises anbietet;
  • Rasche Information der Fahrgäste über Verspätungen oder Annullierungen, spätestens jedoch 30 Minuten nach der fahrplanmäßigen Abfahrtszeit;
  • Anspruch auf angemessene und verhältnismäßige Hilfe für unmittelbare praktische Bedürfnisse der Fahrgäste nach einem Unfall (z.B. Hotelunterbringung für max. zwei Nächte und max. 80 Euro pro Person);
  • besondere kostenlose Hilfe für behinderte oder mobilitätseingeschränkte Menschen an Busbahnhöfen und in den Fahrzeugen (ggf. kostenlose Beförderung von Begleitpersonen).

Rechte für alle Verkehrsdienste, auch unter 250 km

  • Diskriminierungsverbot von behinderten und mobilitätseingeschränkten Menschen sowie finanzielle Entschädigung bei Verlust oder Beschädigung ihrer Mobilitätshilfen infolge einen Unfalls;
  • Vorschriften für Reiseinformationen aller Fahrgäste vor und während der Fahrt sowie allgemeine Unterrichtung über ihre Rechte an den Busbahnhöfen und über das Internet;Darüber hinaus enthält die Verordnung Regelungen für die Entschädigung von Unfallfolgen bei Tod oder Körperverletzung sowie bei Verlust oder die Beschädigung von Gepäck".QUELLE

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