Arbeitsrecht: Kündigung durch den Arbeitnehmer oder durch den Arbeitgeber

Dezember 2016

Die Kündigungsfristen im deutschen Arbeitsrecht ergeben sich in Deutschland aus dem Arbeitsvertrag, einem auf das Arbeitsverhältnis anwendbaren Tarifvertrag oder aus den individuell festgelegten Arbeitsvertragsvereinbarungen. Im Normalfall aus § 622 BGB.

Will der Arbeitnehmer aus seinem Arbeitsverhältnis aussteigen, hat er eine Kündigungsfrist von vier Wochen (28 Tagen) zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats. Im Gegensatz zur Kündigung durch den Arbeitnehmer sind die Kündigungsfristen für den Arbeitgeber von der Betriebszugehörigkeit des Mitarbeiters abhängig:

Betriebszugehörigkeit und Kündigungsfrist:
  • zwei Jahre: ein Monat
  • fünf Jahre :zwei Monate
  • acht Jahre :drei Monate
  • zehn Jahre :vier Monate
  • zwölf Jahre: fünf Monate
  • 15 Jahre :sechs Monate
  • 20 Jahre :sieben Monate




PS: Jedoch gelten Sonderregelungen sollte es um die Kündigung eines schwerbehinderten Menschen, eines Azubis, eines Insolvenzverwalters oder eines Elternteils im befristeten Arbeitsverhältnis.

Nach § 86 SGB IX ist bei der Kündigung eines schwerbehinderten Menschen immer eine Kündigungsfrist von mindestens vier Wochen einzuhalten.

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