Neue Regelungen 2015 : Was sich 2015 für Autofahrer ändert

Dezember 2016

Der ADAC zufolge treten neue Gesetze im In- und Ausland in Kraft. Anbei ein Auszug.


Kennzeichen-Mitnahme bei Wohnortwechsel

Zum 1. Januar 2015 wird die sogenannte "Pflicht zur Umkennzeichnung von Fahrzeugen bei Umzug" aufgehoben. Das bedeutet, innerhalb Deutschlands können Autofahrer künftig bei einem Wohnortwechsel das Kennzeichen des "alten" Wohnortes behalten. Erst bei einer Neuzulassung eines Kraftfahrzeugs muss bei der Zulassungsstelle ein neues Kennzeichnen des "neuen" Wohnortes beantragt werden.

Online-Abmeldung von Fahrzeugen

Wer ab 2015 ein Fahrzeug anmeldet und damit einen neuen Fahrzeugschein erhält, kann sich bei einer zukünftigen Abmeldung den Gang zur Kfz-Zulassungsstelle sparen: Durch das Freirubbeln verdeckter Felder auf den Kennzeichen und im Fahrzeugschein werden Codes sichtbar, die ins Internet eingegeben werden und so das Fahrzeug abmelden. Erst ab 2016 ist auch die Wiederzulassung online möglich. Wer das nicht will, geht weiter aufs Amt.

Modellversuch section control

Ab Frühjahr 2015 plant Niedersachsen den ersten bundesweiten Pilotversuch für "Strecken-Radar", im Fachjargon auch "section control" genannt. Bei diesem Modellprojekt wird das Tempo auf längeren Streckenabschnitten gemessen - im konkreten Fall auf der B6 auf einem drei Kilometer langen Abschnitt. Jedes Fahrzeug wird zu Beginn des Radarabschnitts sowie am Ende der Radarstrecke elektronisch erfasst. Daraus wird die durchschnittlich gefahrene Geschwindigkeit errechnet. Beim Tempoverstoß gibt es dann ein Frontfoto.

Vorfahrt für Elektrofahrzeuge und Carsharing

Ab Mitte 2015 sollen Elektrofahrzeuge und Teilnehmer von Carsharing-Projekten Vorteile im Straßenverkehr erhalten. Wer auf Strom zur Fortbewegung setzt, soll bevorzugt parken und ausgewiesene Busspuren benutzen dürfen. Für Carsharing-Projekte sind kostenlose Sonderparkplätze geplant.

Vignettenpreise in Österreich steigen

Die Preise für Vignetten werden in Österreich an den Verbraucherpreisindex angepasst - und damit 2,1 Prozent teurer. Das bedeutet für 2015: Die Pkw-Jahresvignette kostet neu 84,40 Euro (bisher 82,70, die 2-Monats-Vignette neu 25,30 Euro (bisher 24,80), die 10-Tages-Vignette neu 8,70 Euro (bisher 8,50).

Alternative Streitbeilegung

Spätestens ab 9. Juli 2015 soll es in allen EU-Mitgliedsstaaten außergerichtliche Streitbeilegungsstellen geben. Sie stehen bei innerstaatlichen sowie grenzüberschreitenden Streitigkeiten zwischen Verbrauchern und Unternehmern zur Verfügung - etwa bei Streitigkeiten aus dem Kauf von Waren oder der Inanspruchnahme von Dienstleistungen.

Gerichtsurteile europaweit unbürokratischer vollstreckbar

Ab 10. Januar 2015 werden Entscheidungen nationaler Gerichte in allen anderen EU-Mitgliedsstaaten nicht nur anerkannt, sondern auch vollstreckt - ohne dass es einer zusätzlichen Vollstreckbarerklärung bedarf. Gleiches gilt im Grundsatz auch für öffentliche Urkunden und gerichtliche Vergleiche.

eCall

Im Laufe des kommenden Jahres soll die Verordnung für das automatische Notrufsystem eCall verabschiedet werden. In dieser ist als Einführungstermin für eCall der 1. Oktober 2017 festgeschrieben. Ab diesem Zeitpunkt müssen sukzessive alle in der EU verkauften neuen Modelle von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen bis 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht (EU Fahrzeugklassen M1 und N1) mit dem automatischen Notrufsystem ausgerüstet werden. eCall löst bei einem schweren Unfall automatisch die europaweit einheitliche Notfallnummer 112 aus und übermittelt den Standort des Fahrzeugs an die nächstliegende Notrufzentrale.( Auszug aus Quelle)

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