Minijobber und Anspruch auf Mindestlohn ab dem 01.01.2015

Dezember 2016


Minijobber und Anspruch auf Mindestlohn ab dem 01.01.2015

Minijobber und Anspruch auf Mindestlohn ab dem 01.01.2015:"Auch Volljährige mit geringfügiger Beschäftigung (bis zu 450 Euro im Monat) haben Anspruch auf 8,50 Euro pro Stunde. Das Gehalt wird bei Minijobbern ohne Abzüge (brutto gleich netto) ausgezahlt. Das gilt auch bei einem höheren Stundenlohn. Die Sozialversicherungsbeiträge und die pauschale Steuer trägt der Arbeitgeber. Dies ist gesetzlich eindeutig geregelt und gilt auch dann, wenn die Minijobber netto ein höheres Entgelt haben als die übrigen Beschäftigten, die Sozialversicherungsbeiträge zahlen. Den Sozialversicherungsbeiträgen stehen Leistungen entgegen, die die Minijobber nicht erhalten. Deswegen ist in diesem Fall die Ungleichbehandlung gerechtfertigt.

Minijobber dürfen also in Zukunft maximal 52 Stunden im Monat arbeiten. Wenn sie länger arbeiten, wird die Beschäftigung sozialversicherungspflichtig. Die Sonderbestimmungen zu Minijobs entfallen.

Auch so genannte Kleinunternehmer (die im Rahmen der Steuergesetze von der Zahlung der Umsatzsteuer befreit sind) müssen ihren Beschäftigten Mindestlohn zahlen.
Zunächst gilt erst einmal, dass geschlossene Verträge einzuhalten sind. Aber, wenn Sie derzeit weniger als 8,50 Euro verdienen, muss ihr Lohn ab dem 1. Januar auf 8,50 Euro angehoben werden. Das gilt auch im Minijob. Die Sozialversicherungsbeiträge und ggf. die pauschale Steuer zahlt der Arbeitgeber und zwar ohne Abzüge vom Lohn. Auch bei einem Minijob muss jede Stunde bezahlt werden, unbezahlte Überstunden können nicht von Ihnen verlangt werden, weil dies die gesetzlichen Regeln zum Mindestlohn unterlaufen würde. In diesem Fall droht dem Arbeitgeber ein Bußgeld bis zu 500 000 Euro". Hieß eshier.

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