Verbilligte Wohnraumüberlassung: Änderung ab 2012

Dezember 2016

Eine verbilligte Wohnraumüberlassung liegt immer dann vor, wenn die vereinbarte Miete weniger als die ortsübliche Miete beträgt. Bisher regelte das BMF-Schreiben vom 8.10.2004 (BStBl. I 2004, S. 933) in welcher Höhe die mit der verbilligten Vermietung in Zusammenhang stehenden Werbungskosten steuerlich absetzbar sind. Danach werden die Werbungskosten in voller Höhe ohne Prüfung anerkannt, wenn die vereinbarte Miete mindestens 75% der ortsüblichen Miete beträgt. Für den Bereich von 56% bis 75% ist eine Überschussprognose vorgesehen, und für eine vereinbarte Miete von weniger als 56% der ortsüblichen Miete schreibt das Gesetz eine Aufteilung in einen entgeltlichen und einen unentgeltlichen Teil vor (§ 21 Absatz 2 EStG).

Durch das Steuervereinfachungsgesetz 2011 wird diese Regelung ab 1.1.2012 geändert:
  • Die Überschussprognose entfällt.
  • Die Werbungskosten werden in voller Höhe anerkannt, wenn die vereinbarte Miete mindestens 66% der ortsüblichen Miete beträgt.
  • Beträgt die vereinbarte Miete weniger als 66% der ortsüblichen Miete ist eine Aufteilung in einen entgeltlichen und einen unentgeltlichen Teil vorgeschrieben.


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