Günstigerprüfung bei Entfernungspauschale: Änderung ab 2012

Dezember 2016

  • Aufwendungen vom Arbeitnehmer für die Wege zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte können über die sogenannte Entfernungspauschale geltend gemacht werden. Die Entfernungspauschale ist verkehrsmittelunabhängig und beträgt für jeden vollen Kilometer der Entfernung zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte 0,30 Euro (§ 9 Absatz 1 Nr. 4 EStG).
  • Gemäß § 9 Absatz 2 Satz 2 EStG können bei Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel die tatsächlichen Aufwendungen angesetzt werden, wenn sie den als Entfernungspauschale abziehbaren Betrag übersteigen. Bisher hat diese Günstigerprüfung für jeden Arbeitstag zu erfolgen.
  • Durch das Steuervereinfachungsgesetz 2011 wird diese Regelung ab 1.1.2011 geändert. Die Berechnung wird vereinfacht. So erfolgt der Vergleich zukünftig nur noch jahresbezogen. Das bedeutet, dass die tatsächlichen Aufwendungen für die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel immer dann angesetzt werden können, wenn sie den im Kalenderjahr insgesamt als Entfernungspauschale abziehbaren Betrag übersteigen.
  • Ein Gerichtsurteil diesbezüglich : http://www.recht-finanzen.de/faq/746-entfernungspauschale-einmal-pro-arbeitstag vorzufinden.

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