Was Sie über das neue Rentenpaket 2015 wissen müssen

Dezember 2016

Das ab 1. Juli 2014 in Kraft getretene Rentenpaket enthält im Wesentlichen vier Teile: die Rente ab 63, die Mütterrente, die Erwerbsminderungsrente und das Reha-Budget. Im Folgenden die Details:




Rente ab 63

Ab 1. Juli 2014 können besonders langjährig Versicherte, die mindestens 45 Jahre in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert waren, schon mit 63 Jahren ohne Abschläge in Rente gehen. Ab Jahrgang 1953 steigt diese Altersgrenze für die abschlagsfreie Rente wieder schrittweise an. Für alle 1964 oder später Geborenen liegt sie wieder wie bislang bei 65 Jahren.

Mütterrente 2015

Die ab am 1. Juli 2014 in Kraft getretene Mütterrente betrifft im Regelfall leibliche Mütter ggb. Väter - je nachdem, wer die Kinder Erziehungszeiten in seinem Rentenversicherungskonto -
hat, deren Kinder vor 1992 geboren wurden. Sie bekommen bei der Rente von Juli an ein zusätzliches Jahr Kindererziehungszeit angerechnet. Die vom 1. Juli 2014 bis zur nächsten Rentenanpassung geltenden 28,61 Euro (West) und 26,39 Euro (Ost) sind Brutto werte.
Davon werden gegebenenfalls Beiträge zur Kranken¬ und Pflegeversicherung abgezogen. Der Aufschlag wird steuerlich so behandelt wie eine normale Rentenerhöhung.

Erwerbsminderungsrente 2015

Den gesetzlich rentenversicherten Berufstätigen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr oder nur noch bis zu drei Stunden am Tag arbeiten können, kommen die Erwerbsminderungsrente zugute. In diesem Sinne ist es, die Rente bei voller Erwerbsminderung von Rente bei teilweiser Erwerbsminderung zu unterscheiden. Ihre Höhe der Rente berechnet sich aus den bis zum Eintritt der Erwerbsminderung zurückgelegten rentenrechtlichen Zeiten. Die Zurechnungszeit wird bei Rentenneuzugängen ab 1. Juli 2014 um zwei Jahre verlängert. Sie endet dann mit dem 62. Lebensjahr. Das heißt, die nach dem 30. Juni 2014 beginnender Renten wegen voller Erwerbsminderung fallen im Durchschnitt monatlich um rund 40 Euro brutto höher als die bis dahin begonnenen entsprechenden Renten aus.

Reha vor Rente2015

Da die Nachfrage nach Rehabilitations- und Präventionsleistungen der Rentenversicherung vom Tag zu Tag steigt, wurde das Reha-Budget der Rentenversicherung an die demografische Entwicklung so angepasst, sodass jeder Versicherte der gesetzlichen Rentenversicherung -unter bestimmten persönlichen (medizinischen) und versicherungsrechtlichen Voraussetzungen (6 Kalendermonate Pflichtbeiträge in den letzten zwei Jahren) im Bedarfsfall Leistungen der medizinischen oder beruflichen Rehabilitation beanspruchen kann.
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