Geringfügige Beschäftigung (400-Euro-Job): Änderung geplant

Dezember 2016

Gemäß § 8 Absatz 1 Nummer 1 Sozialgesetzbuch (SGB) Viertes Buch (IV) liegt eine sogenannte geringfügige Beschäftigung (auch 400-Euro-Job oder Minijob genannt) vor, wenn das Arbeitsentgelt aus dieser Beschäftigung regelmäßig im Monat 400 Euro nicht übersteigt.

Folgende Neuregelungen sind für 2012 geplant:
  • Anhebung der Verdienstgrenze auf 450 Euro
  • Änderung Rentenversicherung: Bisher ist eine geringfügige Beschäftigung grundsätzlich versicherungsfrei. Der Arbeitgeber hat einen Betrag in Höhe von 15 vom Hundert des der Beschäftigung zugrunde liegenden Arbeitsentgelts zu tragen (§ 168 Absatz 1 Nr. 1b SGB VI). Freiwillig kann der Arbeitnehmer auf die Versicherungsfreiheit verzichten, indem er den Rentenversicherungsbeitrag des Arbeitgebers (15 Prozent) auf den aktuell gültigen Beitragssatz (19,6 Prozent seit 1.1.2012) aufstockt. Die freiwillige Beitragsaufstockung beläuft sich dementsprechend zurzeit auf 4,6 Prozent. Geplant ist nun, dass eine geringfügige Beschäftigung grundsätzlich rentenversicherungspflichtig ist. Der pauschale Beitrag des Arbeitgebers soll unverändert 15 Prozent und die Zuzahlung des Arbeitnehmers 4,6 Prozent betragen. Versicherungsfreiheit ist nach der Neuregelung nur noch möglich, wenn der Arbeitnehmer dies schriftlich beantragt.

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