Urteil: Bahn muss für Verpätungen nach Unwetter zahlen

Dezember 2016

Höhere Gewalt ist keine Ausrede mehr! Gibt's Verspätungen durch Unwetter, muss die Deutsche Bahn künftig zahlen. Das hat jetzt der Europäische Gerichtshof entschieden.

Am Donnerstag fiel in Luxemburg das Urteil: Reisende haben laut EU-Gesetz bei Verspätungen von ein bis zwei Stunden ein Recht auf Erstattung von mindestens einem Viertel des Preises der Fahrkarte. Ab zwei Stunden muss das Bahnunternehmen mindestens die Hälfte des Preises erstatten.

Das gilt für alle Eisenbahnunternehmen Europas - diese können in ihren Beförderungsbedingungen künftig keine Entschädigungen ausschließen, wenn höhere Gewalt im Spiel ist.

Bislang hatte sich die Deutsche Bahn oft auf solche Klauseln berufen, wenn verärgerte Kunden Geld zurückwollten. Das geht jetzt nicht mehr, künftig bekommen die Fahrgäste Geld zurück.

Das aktuelle Urteil wurde aufgrund eines österreichischen Falls gefällt. Dort gab es Streit um Entschädigungen für Fahrgäste - jetzt gibt es europaweite Regelungen.z.n Express-Zeitung.

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