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Fairer Ehevertrag [Gelöst]

Stellen Sie Ihre Frage Markx - Letzte Antwort am Aug 22, 2012 13:18
Hallo,

meine Frau und ich sind seit 3 Jahren verheiratet.
Da sich in meinem Alltagsleben einige Sorgen aufgestaut haben und ich von Natur aus Fan von Tegeln bin, allerdings viel zu wenig wirklich Regeln in Gesellschafterverträgen und anderen aufgestellt habe, möchte ich das nun nachholen, wozu mir meine Frau auch geraten hat, da mich einige Dinge emotional sehr belasten.

Ich habe eine gutgehende Firma in der ich ein sehr gutes Gehalt seit Jahren beziehe. Die Firma habe ich bereits vor unserer Ehe gegründet. Nachdem wir eine Tochter bekamen, habe ich mich 18 Monate um sie gekümmert ohne Elterngeld zu beziehen, da ich ja meine Firma weiter aufbauen wollte. Meine Frau hat in dieser Zeit mit ihrer Doktorarbeit inkl. Gehalt angefangen. Nun hat sie ihren Doktortitel und möchte erstmal nicht arbeiten. vielleicht auch nie obwohl sie sicherlich ein genau so hohes Einkommen haben würde wie ich, was okay ist, da ich genug verdiene.

Meine Frau hat ein 5stelliges Vermögen und ich ein hohes 6stelliges, wobei ich alles bezahle.
Miete, Auto, Versicherungen, Lebenskosten etc. Ihr Geld nutzt sie nur für Klamotten & Co, was absolut okay ist und wie dies schon vor der Ehe so handhabten.

Wie leben glücklich und bei weitem nicht nach meinem Gehalt.
Wir haben getrennte Konten und kein Gemeinsames, da wir das beide nicht wollen.
Ich bezahle eben alles in unserem Leben, da ich ja auch alles verdiene.


Nun zum Ehevertrag, den ich gerne aus o. g. Gründen schließen möchte:

Laut "Vertrag" den man bei einer Ehe eingeht und es zur Scheidung kommt, zahlt der Besserverdienende dem anderen Partner die Hälfte inkl. fast halbes Einkommen als Unterhalt, wenn der andere Partner nie arbeiten möchte.
Das sehen wir beide als sehr unfair an und wollen deshalb einen fairen Ehevertrag schließen.

Unser Vertrag sähe so aus, dass es eine modifizierte Gütertrennung gibt.
Jeder verzichtet auf das Gehalt und Vermögen, Erbschaften etc. des Anderen.
In unserem Fall verzichtet halt meine Frau auf Alles. Sie behält das was sie verdient hat und ich das was ich erhielt habe. Keine Ansprüche von beiden Seiten, da ich ja Alles bezahle und sie sich in jeglicher Hinsicht verwirklichen kann.
Das sie aber im Galle einer Scheidung nicht mit Nichts da stehen soll, werde ich ihr jedes Jahr einen angemessenen Betrag bezahlen. Ob sie nun arbeitet oder nicht.
Der soll so hoch sein, dass sie damit alles kaufen kann was sie so so mag und auch eine Altersvorsorge machen kann für den Fall, das wir uns mal scheiden lassen sollten, was ich nicht vorhabe...


Mich interessiert nun, ob dieser Vertrag fair ist. Für uns ist er es. Ich habe aber gelesen, das es sittenwidrige Eheverträge gibt, die im Falle einer Scheidung unwirksam werden.
sittenwidrig
Erachten Sie den Inhalt dieses Vertrages als ""?


Wir wollen beiden diesen Vertrag so haben und werden ihn natürlich vor einem Notar so unterschreiben, da wir beide dies als vernünftig und fair erachten.

Für Hinweise, wie dieser Vertrag fairer gestaltet werden kann, sind wir sehr dankbar.
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Hallo Mit großem Interesse habe ich Ihre Frage gelesen Herr Marx und würde ihnen vorschlagen , mit einem Notar die Angelegenheit zu besprechen. Ihre Frau soll auch eine schriftliche Vereinbarung geben , dass sie Ihnen auf ihr Miteigentumsanteil / Darlehensforderung/ die gemeinsam angeschafften Vermögenswerte übertragt , falls es zur Scheidung kommen sollte. Der Notar muss natürlich diese Vereinbarung revidieren und beurkunden.
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Schön guten Tag!

Sittenwidrig??? Weswegen dann? Noe , auf keinen Fall.
In eurem Fall geht es um ein Ehevertrag, dessen Inhalt euren Wünschen zum Ausdruck bringt. Meiner Meinung nach würde ein Prostitutionsvertrag gegen die guten Sitten verstoßen , aber das trifft auf euch nicht zu.
Ihr werdet sowieso den Ehevertrag beurkunden lassen. Dann könnt ihr eine juristische Meinung holen. Aber meiner Meinung nach , lautet die Antwort: Ein Ehevertrag ist auf keinen Fall sittenwidrig.
Markx- Aug 3, 2012 13:13
naja, so einfach scheint es ja nicht zu sein, wie ich im Internet gelesen habe und unser Rechtsanwalt uns auch mitteilte. Als Beispiel kann ein Ehevertrag als sittenwidrig erachtet werden, wenn der Mann viel verdient, die Frau allerdings nichts und sich um Haushalt sowie Kinder über Jahre kümmert, sie aber einen Ehevertrag abschließen in dem die Frau nichts bekommt, obwohl sie wegen der Kinder, Haushalt etc. Ihre Karriere opferte.
So ein Vertrag kann sehr schnell bei einer Scheidung vor Gericht als sittenwidrig erachtet werden und dann vom Gericht komplett aufgehoben werden.
D.h. der Vertrag ist dann KOMPLETT unwirksam.

Bei meiner Frau und mir liegt eben genau so ein Verhältnis vor. Sie hat trotz bestem Studium und Karriereaussichten vor zu Haus zu bleieben und das Leben zu genießen. Unsere Kinder gehen in eine Kita und müssen nicht betreut werden.
Aber in unserem Fall braucht meine Freu nicht zu Haus bleiben und auf eine berufliche Karriere verzichten, sondern möchte es und will sie privat verwirklichen.
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