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03 Jahre für Tugce- Schläger Haft: ist es gerecht? [Gelöst]

Stellen Sie Ihre Frage daminito 16Beiträge Freitag April 4, 2014Mitglied seit: Juli 27, 2015 Zuletzt online: - Letzte Antwort am Jun 16, 2015 21:16
Hallo,


möchte euch nach euren Meinung gefragt haben: 03 Jahre für Tugce- Schläger Haft: ist es gerecht? Meinen Recherchen nach Definition für Kapitalverbrechen eventuell für Mord müsste der Täter zur lebenslanger Freiheitsstrafe bestraft werden.... Bin zwar kein Richter aber ich finde dieses Urteil ungerecht.
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Es war eben kein Mord, sondern "nur" Körperverletzung mit Todesfolge, d.h. eine vorsätzliche Körperverletzung mit fahrlässiger Tötung.

KV mit Todesfolge war wohl auch damals kein Kapitalverbrechen, als es den Begriff in der Rechtswissenschaft noch gab.

Nach allem, was man gelesen hat, hat sich das Gericht viel Mühe gegeben, die Wahrheit herauszufinden. Im Prozess hat sich herausgestellt, dass die Heiligsprechung des Opfers in der Presse verfrüht war. Das hat selbst der Staatsanwalt in seinem Schlussplaidoyer so ausgeführt.
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Es war eben kein Mord, sondern "nur" Körperverletzung mit Todesfolge Es tut mir echt leid, das sagen zu müssen...Aber Merkmale eines Mordes waren eben da : nämlich Wehrlosigkeit des Opfers, ( sie lag schon auf dem Boden als Samuel auf sie immer wieder auf sie zuschlug+Grausamkeit der Tat +Mordlust eventuell Rachemotiv... Für mich war es definitiv Mord ... In den USA wäre er bestimmt auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet
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Ich habe versucht, den Prozess in der Presse zu verfolgen.

Das was Sie da ausführen ist mir völlig neu. Können Sie Ihre Behauptungen Wehrlosigkeit + Grausamkeit + Mordlust irgendwie belegen, damit ich das nachlesen kann?

Hier sind die Mordmerkmale ganz gut dargestellt >>

http://www.recht-finanzen.de/faq/3044-unterschied-zwischen-totschlag-und-mord#heimtuecke

Ich kann kein Vorliegen von Mordmerkmalen erkennen.

Das Gericht hat sich viel Mühe gegeben und kam laut Tagesschau (http://www.tagesschau.de/inland/tugce-prozess-113.html) zu folgender Einschätzung:

"Kein Killer, Totschläger oder Koma-Schläger"

[Das Gericht] begründete das Urteil damit, dass es keine Ohrfeige gewesen sei, sondern ein ausholender Schlag. Dem Richter zufolge wusste Sanel M., dass er die 22-Jährige erheblich verletzen könnte. Auch wenn er nicht die Absicht gehabt habe, sie umzubringen, habe er doch wissen können, dass sie so stürzen könne, dass der Tod die Folge sei. Sanel M. sei aber "kein Killer, Totschläger oder Koma-Schläger".

Auch in den USA bekommt man wegen fahrlässiger Tötung nicht gleich die Todesstrafe.
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damnito: bin echt gespannt auf Ihre Belege denn Perry_M ließ nichts zum Hinzufügen uebrig. Persoenlich finde ich die dreijährige Hafsstarfe schon harte Strafe, vor allem weil das Opfer den Streit hinaus- provozierte als sie ihm hinterher gerufen hatte "Halt die Klappe, kleiner H....sohn !" was genau abspielte wurde hier genausten geschildert... Und kann mich nur wiederholen: tragisch schon aber teilweise selbst-schuld
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Ich finde, eine höhere Strafe wäre schon gerecht. Lebenslang fände ich dann allerdings wieder zu hart.
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