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Bei einem Dienstausflug verunglückt

Stellen Sie Ihre Frage lost@de 37Beiträge Freitag April 10, 2015Mitglied seit: November 17, 2015 Zuletzt online: - Letzte Antwort am Mai 1, 2016 01:33
Guten Abend!Sachverhalt einer Freundin. Hoffe man kriegt hier Hilfe.Bitte
A ist bei einem Dienstausflug mit einem KVZ auf der Rückreise tödlich verunglückt.Mit Ihr zusammen ebenfalls der Fahrer des Fahrzeugs ( Halter des KVZ ist die evangelische Kirchengemeinde)welche Ansprüche haben die Kinder des A ( Vater gibt es nicht)
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Hallo

da müsste erstmal festgestellt werden, ob das Kfz nicht fahrtauglich gewesen war bzw. ob der Halter (evgl. Gemeinde) den Zustand gepflegt hat.

Und ob der Unfall aufgrund von menschlichem oder technischem Versagen ausgelöst wurde, spielt da auch mit rein.

Das kan man nicht einfach so sporadisch beantworten.

Zu viele Variablen.

LG
Perry_M 251Beiträge Montag März 30, 2015Mitglied seit: Februar 18, 2016 Zuletzt online: - Sep 16, 2015 10:56
"da müsste erstmal festgestellt werden"

Warum?
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"da müsste erstmal festgestellt werden"

Das ist falsch.

Es besteht Halterhaftung gem. § 7 StVG. Die Halterhaftung nach § 7 Abs. 1 StVG ist eine Gefährdungshaftung. Ein Verschulden des Halters wird also nicht vorausgesetzt. Die Halterhaftung ist gem. § 7 Abs. 2 StVG nur bei höherer Gewalt ausgeschlossen, also z.B. bei Erdbeben und sonstigen Naturgewalten. Ferner sind die Ausnahmen des § 8 StVG zu beachten, die aber hier nicht vorliegen.

Gem. § 1 PflVG besteht für alle Kfz, die im öffentlichen Verkehrsraum benutzt werden sollen, ein gesetzlicher Zwang zur Versicherung. § 115 Abs. 1 Satz 1 VVG ermöglicht dem Geschädigten, seine Schadensersatzansprüche aus einem Verkehrsunfallereignis gegen die Kraftfahrthaftpflichtversicherung direkt zu erheben.

Zwischenergebnis: Die Kinder haben Schadensersatzansprüche gegen den Halter des Fahrzeuges und dessen Kfz.-Haftpflichtversicherung.

Der Umfang des Schadensersatzes bei Tötung ergibt sich aus § 10 StVG: Krankenbehandlungskosten, Einkommensminderung zwischen Unfall und Ableben, Beerdigungskosten, Unterhalt.

Da es sich offensichtlich um einen Arbeitsunfall handelt, kann es von der zuständigen Berufsgenossenschaft Hinterbliebenenrente geben. Auf diesem Gebiet bin ich allerdings nicht sehr bewandert. Vielleicht weiß das jemand anders besser.
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Also in so einem Fall würde ich mich auf jeden Fall anwaltlich beraten lassen, da es ein sehr sensibles Thema ist und es dabei auch um viel geht!

Ich kenne mich damit speziell zu wenig aus, würde aber diesen Weg empfehlen.
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