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Zugewinnregelung bei gemeinsamer Immobilie

Stellen Sie Ihre Frage Regenmacher 1Beiträge Montag Januar 16, 2017Mitglied seit: Januar 16, 2017 Zuletzt online: - Letzte Antwort am 17. Januar 2017 17:01 von Rechtsfuchs
Meine Frau und ich haben nach unserer Heirat vor ca. 25 Jahren ein selbstgebautes Haus bezogen (Baubeginn ca 1 Jahr zuvor). Eigentümer waren damals noch meine Schwiegereltern, da auf deren Grund gebaut wurde. Nach dem Tod meines Schwiegervaters wurde die Immobilie auf meine Frau überschrieben (Pflichtteil). Wie sieht hier bzgl. der Zugewinnregelung aus, wenn ich mich zum Beispiel dazu entschließen sollte, das über die ganzen Jahre gemeinsam bewohnte Haus zu verlassen (keine Scheidung geplant), da wir nicht mehr zusammenleben wollen? Steht mir bei dieser Konstellation der Hälfte Wert der Immobilie zu, so dass man mich sozusagen auszahlen müsste oder erst dann, wenn es zur Scheidung kommen sollte?
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Zugewinnausgleichsansprüche können erst mit Beendigung des Güterstandes, also mit Tod oder Scheidung entstehen, nicht jedoch schon bei einer Trennung.

Es gibt auch keinen Zugewinn auf einen einzelnen Vermögenswert (Haus). Vielmehr wird eine Gesamtbetrachtung gemacht: Hat einer der Ehegatten während der Ehe mehr Vermögen hinzugewonnen als der andere, erfolgt grundsätzlich ein Ausgleich über den Zugewinn.

Da Ihre Frau die Immobilie in Erfüllung eines Pflichtteilsanspruchs von den Eltern erworben hat, dürfte aber § 1374 Abs. 2 BGB greifen: Der Wert des Hauses bleibt für die Zugewinnsberechnung unberücksichtigt, da ein "Erwerb von Todes wegen" vorliegt.
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