Ausgleichs- oder Ergänzungspflicht unter Neffen

bodobob Message postés 1 Date d'inscription Sonntag April 8, 2018 Status Mitglied Zuletzt online: April 8, 2018 - Geändert am 9. April 2018 um 06:59
Guten Tag,

Tante T. verstirbt Jan. 2017, ohne eigene Kinder, ohne gültiges Testament. Ehemann ist 1985 vorverstorben dessen Neffe SW bei beiden „aufwuchs“ und besonderes Vertrauensverhältnis von T geniest, mit Vollmacht und Vorsorgevollmacht Geschäfte erledigt.

Laut Nachlassgericht sind 4 Neffen (F, M, J, H.) von Ihren 2 Brüdern und ein Stiefneffe K. Ihrer älteren Stiefschwester erbberechtigt, nachdem andere von K´s Linie ausgeschlagen haben.

2012 wird Tante T unter gerichtliche Betreuung gestellt und in Pflegeheim untergebracht, da Neffe SW Unregelmäßigkeiten und fortgeschrittene Demenz feststellt (Nachbar= Gärtner erschleicht sich vermutlich Vertrauen und Vermögens Zuwendungen).

Nach Tod Ihres Ehemannes überträgt T verschiedene Immobilien auf F, M, SW, J und K.
T lebt in dem an K mit, eingetragenen Nießbrauch für sie, übertragenen Haus bis Wechsel ins Pflegeheim.

2007 kauft Tante T durch/über Insolventen F von H Haus in dem F wohnt, unter von H geforderten Preis. H fechtet Kauf & Vertrag an. Erst 2009 Einigung durch Nachtrag und Eintragung des Hauses im Grundbuch auf Tante T.
Tante T schenkt zwischen 2009 und 2012 F ca. 30.000,- für Lieferwagen Kauf (laut Vermerk auf Brief an K) und ca. 70.000,- € für Hausrenovierung.

2012 lässt F Haus in dem er wohnt mit Vollmacht von T auf sich übertragen (Wert ca. 150.000,-).

Laut Nachlassakte wurde ca. 2011 durch Tante T eines Ihre Grundstücke auf SW übertragen der dieses bebaut und verkaufte.

Gerichtlicher Betreuer beendet mit Todestag Betreuung und veranlasst noch Begleichung der Beerdigungskosten.
K wehrt sich gegen Vorschlag einen Nachlassverwalter einzusetzen und versucht sich diese an sich zu reißen.

Als Nachlass sind durch Betreuer verwaltete örtliche Konten mit Guthaben (ca. 90.000,-€) bekannt. Bis Kontenauflösung und verbliebene Guthaben- Verteilung nach Erbscheinquote an Erben im März 2018, werden z.B. noch monatlich Lastschriften für Spenden abgebucht.

Fragen:

Haben die Neffen Ausgleich-, (Pflichtteil-) Ergänzungs- Anspruch?

Fällt K´s Haus in den Nachlass? Nießbrauch von T wurde am Todestag gelöscht.

Fällt F´s Haus in den Nachlass?
Wenn ja, in welche Höhe an F´s Haus?
In welche Höhe an K´s Haus?

Wie können die übrigen Erben Anspruch geltend machen? Mit Erbschein und Übertragungsurkunde im Grundbuchamt vorstellig werden und eintragen lassen oder besteht Möglichkeit, statt Gesamthaftende Erbengemeinschaft, Sicherungshypotheken eintragen zu lassen?
Oder ist (Stufenklage-) Klage notwendig?
F ist bekannt dafür Klagefluten anzuzetteln, Pflichten und Zahlungsverpflichtungen zu ignorieren und auf andere (z.B. Miterben, die wegen Gesamthaftung Zahlung übernehmen und dann nach zig Prozessen durch F, Einrede der Verjährung etc. von F erhalten.) zu übertragen. -> Stromrechnungen, Grundsteuer, Mahnverfahren etc. werden die neuen Miterben erhalten.

Was würde ein evtl. Treuhandvertrag der mit Kaufvertrag 2007 mit Befreiung von § 181 zwischen F als Treugeber und T abgeschlossen wurde ändern.

Vollmachtsmissbrauch?
Durch F da, wohl kurz vor gerichtlicher Betreuung, Haus übertragen ließ und Demenz von T bekannt war?
Durch SW?
Muss jeweiliger Vollmachtsmissbrauch, wenn, in einem eigenen Verfahren festgestellt werden?