Gütergemeinschaft in Luxemburg

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Hallo,
bei einer Communaute universelle (cu) avec clause atribution gibt es in LUXEMBURG keine
'homologation' (das Gericht genehmigt oder schaut ob es dem Wohl aller (Familie) dient.
Der Erblasser darf nach Art 913 'nur über die Hälfte verfügen' (vorallem, wenn er alles vorher hatte , die letzte Frau NICHTS).
Die cu nach Art. 1526 CCLux nennt ALLES gemeinsam, alles gehört Beiden. Beim Ableben eines Partners geht der Besitz dem Überlebenden über. Bei Kindern aus einer 1. Ehe, (Art. 1527 CCLux) sagt:"Bei Vorhanden-sein von Kindern aus einer früheren Ehe , kann der Erblasser nur soviel verfügen, wie er einem Fremden gegenüber verfügen kann.
Jetzt hat die Frau, die nichts in die Ehe eingebracht hatte, ihre Einnahmen und Vermögenssteigerungen verschleiern konnte, zu der eigenen Hälfte (Dank cu) noch die Hälfte des Anteils des Verstorbenen PLUS (Art 1094 CCLux )noch die lebenslängliche Nutznießung (usufruit) an dem letzten Viertel (Hälfte des Verstorb.). Die Kinder aus erster Ehe haben das 'nue proprieté' ('nackte Eigentum). Das Ganze wird noch perfider, wenn die letzte Frau und die Kinder der 1. Ehe quasi gleichaltrig sind.
Damit ist die 'réserve héréditaire', 'Noterberecht' ausgehebelt. Die Kinder erben posthum. Also Nichts

Hier die Frage: Geht das ? (anscheinend JA)
Besteht darin eine Diskriminierung? (JA! Da kein wirkliches Erbrecht besteht, das Gesetz ausgehöhlt wurde (fraude a la loi).
Art 1389/6 CCLux : Es darf durch keinen Vertrag die Erbfolge geändert werden.
(Bei drei Jahren Unterschied gibt es keine Erbfolge im sinne des Gesetzgebers.

Eine 'action en réduction' wird sich in Luxemburg IMMER auf das 1/4 in 'nue proprieté' beschränken. Weder Sie noch die Kinder können ihre Anteile beleihen oder verkaufen OHNE Einverständnis des Anderen.

Welche Lösungen gibt es?
Welche Ansätze kennt man noch?? (Verfassungsklage, Eingabe beim Parlament??)

Grüße
John
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