Versetzung Mobbing

Melden
Message postés
1
Date d'inscription
Donnerstag März 26, 2020
Status
Mitglied
Zuletzt online:
März 26, 2020
-
Hallo liebes Forum,

ich habe eine Frage und zwar geht es um eine Versetzung. Ich wurde im Vertrieb gemobbt von meinem Abteilungsleiter und habe diesen damit auch schon konfrontiert - ihm gesagt, er soll das unterlassen. Vorher habe ich in dieser Abteilung aber schon einiges erlebt.

Ich bin schwerbehindert und habe eine Gleichstellung, 30% aufgrund einer psychischen Erkrankung. Ich benötige einen bestimmten Platz, habe dazu auch von meinem Psychotherapeuten ein Attest vorgelegt - mittlerweile schon zwei -, und dieses wurde bei Umzügen zweimal nicht beachtet von den Chefs, da die Chefs dieses Attest in Frage stellten usw. Das heißt ich musste beide Male den BR einschalten und die Personalabteilung. Am Schluss wusste die ganze Abteilung, was ich habe. Ich wurde letztendlich dann alleine sitzengelassen in einem Büro, die anderen zogen um. Der Platz entsprach den Anforderungen, allerdings wurde aus dem Büro ein Stück weit Lagerrraum gemacht, d.h. Fensterbänke voller Akten, Kisten usw. Ich habe sehr darunter gelitten und war krank über eine längere Zeit durch diese psychische Belastung.

Als ich zurückkam, wurde ich direkt wieder vom Chef zum Gespräch gerufen und wieder in den Senkel gestellt. Daraufhin habe ich, da ich über einen längeren Zeitraum bereits ein Mobbing-Tagebuch geführt habe, die Geschäftsleitung und den BR konfrontiert mit der Aussage, dass dies aufhören soll, da ich ansonsten ernsthaft erkranke. Die Geschäftsführung konfrontierte sie mit den Arbeitsunfähigkeitszeiten usw. Machte sich zwar Notizen und ich bin nach dem Gespräch wieder auf meinen Platz. Am nächsten Tag wurde ich zum Chef gerufen, der mit einem von den Betriebsräten da saß und mich mit dieser Liste konfrontierte und sagte, das sei Verleumndung und das Gespräch endete wieder mit Vorwürfen usw.

Schlussendlich hieß es, das Vertrauensverhältnis sei dadurch gebrochen und ich solle mich mit der Personalabteilung in Verbindung setzen, so dass ich woanders hinkomme. Der BR und ich meinten, dass ich das nicht tue, da der Arbeitgeber das wünscht. Es fanden dann Gespräche statt, mehrere mit dem Angebot gleiches Gehalt bis 31.12.2020 und Versetzung in den Posteingang (dort ist das Gehalt zwei Stufen niedriger). Ein anderes Angebot gäbe es derzeit nicht und am 31.12.2020 müsse man neu verhandeln, sollte es mir in der anderen Abteilung gefallen, ob man sich auf einer Stufe darunter einige, was immer noch eine Stufe höher wäre als im Posteingang gezahlt wird.

Ich bin damit aber gar nicht einverstanden und hänge ziemlich in der Luft. Der Betriebsat hat den Abteilungsleiter nicht mit dem Vorwurf des Mobbings konfrontiert, was ich nicht gut finde. Ich bin der Meinung, er ist gesetzlich dazu verpflichtet! Ich bin der Meinung, der Vertrieb will mich ja auch nicht wieder zurück, dann ist es ja immer noch arbeitgeberseitig, dass ich da nicht mehr hin soll.

Die Frage ist, ist es rechtens, dass ich einfach auf eine solche Stelle gesetzt werde? Ich komme nicht zur Ruhe. Ich habe das Gefühl, ich bin die Täterin und mein früherer Chef das Opfer. Auch habe ich Angst, dass am 31.12.2020 wieder das Theater anfängt, dann geht es ja auch um das Geld letztendlich. Ich kann ja gar keine Ruhe finden. Ich bin 22 Jahre in dieser Firma, aber das habe ich noch nicht erlebt. Aber anscheinend gab es im Vertrieb schon mal einen Mobbingvorfall - und die Kollegin damals klagte und gewann auch. Sie konnte sich dann aussuchen, wo sie hin wollte. Da sie aber eh schon Ende 50 war, hat sie eine Abfindung verhandelt und ging dann irgendwann. Ich hänge in der Luft, weiß gar nicht, was ich machen soll. Mir geht es nicht gut und ich fühle mich schlecht. Auch dass der BR nichts gemacht hat, fehlt mir, und dass nur ich die Konsequenz tragen musste, finde ich auch nicht gut. Ich weiß nicht, was ich machen soll, da ich das Gefühl habe, am 31.12.2020 gehen sie mir ans Geld und ich verdiene am Ende viel weniger. Das möchte ich auf keinen Fall. Der BR meinte, ich soll froh sein, dass sie mich nicht rausgeschmissen haben, aber so einfach geht es ja auch nicht.

Oder aber sie hätten mir eine Stelle gestrickt, die so schwer wäre, dass ich es nicht schaffe, für mich genau so ein Quatsch. Das war's . Dann solle ich das annehmen, besser als nix. Die Stelle ist überhaupt nicht gleichwertig - gar nicht.

Was meint ihr?
Danke für eure Antworten.

LG

Ist diese Versetzung rechtens? Die Stelle ist nicht gleichwertig - überhaupt nicht.