Können zwei Vormerkungen im Grundbuch stehen?

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Guten Tag,

folgende Frage, da ich mittlerweile einfach nur überfragt bin:
Wir haben letztes Jahr eine Immobilie gekauft und durch eine Bank vollfinanziert. Nach Ablöse unseres Privatkredits, welcher mit integriert wurde und bei unserer Hausbank abgelöst wurde, sollten wir plötzlich die doppelte Finanzierungsrate schon einmal für zwei Monate zahlen... da ging das Theater schon los. Der Kaufpreis war zu dem Zeitpunkt noch nicht einmal gezahlt und im Vertrag stand, dass die erste Rate einen Monat nach Kaufpreiszahlung fällig ist. Haben da auch direkt das Gespräch gesucht, was allerdings abgetan wurde 'ist halt so, müssen Sie gucken, wie sie das regeln' - die Rate war doppelt so hoch wie unser Haushaltsbudget, wer auch immer da kalkuliert hat... Wir haben uns erklärt und um Kulanz gebeten, keine Reaktion.

Da mein Mann einen Unfall hatte bei der Renovierung und dadurch beruflich ausfiel, mussten wir einige Monate nach Kauf dann unglücklicherweise eine Stundung beantragen. Haben auch Nachweise über Krankengeld und alles vorgelegt. Wir mussten uns dann durch die Bank Vorhaltungen und Beleidigungen gefallen lassen, unsere Grundschuld sollte plötzlich gepfändet werden und und und. Wir wussten überhaupt nicht mehr, wie uns geschieht. Zu allem Übel haben wir dann noch festgestellt, dass die Finanzierungssumme durch den Berater falsch kalkuliert wurde und uns die komplette Summe der Grunderwerbsteuer einfach fehlt. Klar, das kann man uns anlasten, aber wir haben uns irgendwie bei Vertragsunterzeichnung darauf verlassen und extra damals nachgefragt. Haben dann mit dem Finanzamt gesprochen, die haben die Forderung erstmal gestundet.

Mit der Bank ging es die letzten Monate so hoch her, dass wir gezwungen waren, die Immobilie jetzt zu veräußern (andernfalls würde man die Grundschuld, Haus meines Schwiegervaters, pfänden und die gestundete Summe müssten wir lt. Bank zwingend nach Beendigung der Stundung auf den Tisch legen... wären dann mal locker 7000 Euro. Woher auch immer wir die nehmen sollen, wenn wir wegen Krankengeld und Kurzarbeit ja schon stunden). Käufer ist da, Kaufvertrag notariell beurkundet letzte Woche.

Jetzt das Problem: Grunderwerbsteuer muss vorab bezahlt werden, weil wir ja nur die Eigentumsvormerkung haben und dort lt. Notar in Abteilung 2 nicht zwei Parteien stehen dürfen. Wir haben jetzt hin und her alles versucht, beide Hausbanken angefragt, Finanzamt angesprochen, Notar gefragt - scheint keine Lösung zu geben. Unsere finanzierende Bank macht Druck ohne Ende, neues Objekt finanzieren Sie uns nicht, Nachfinanzierung ausgeschlossen, Pfandtausch wird abgelehnt, man will uns einfach loswerden und gibt die Immobilie jetzt on top nur frei, wenn wir einen Aufhebungsvertrag von denen unterzeichnen mit Restsumme 83k, die wir als Bausparvertrag monatlich abzahlen sollen. Dürfen die das überhaupt? Eigentlich müssen wir doch nur den Wert der Immobilie ablösen, oder? Und Pfandtausch darf rein rechtlich auch nicht abgelehnt werden, so weit ich weiß.

Hab gedacht, ich schlage hinten rüber. Ich könnte echt schreien und heulen, weil wir komplett unverschuldet da reingeraten sind und jetzt wie die Verbrecher behandelt werden.

Jedenfalls hat unsere Bank uns jetzt als blanken Hohn geraten, wir sollen uns fix an unsere Familie wenden, um die Grunderwerbsteuer aufzutreiben. Das ist nicht die erste Immobilie, die wir besitzen, und bisher haben wir nie Probleme gehabt, deshalb bin ich auch so fassungslos.

Ich freu mich über Meinungen, Fakten und mehr.

Ganz lieben Dank!