Übertragung Grundstück auf Schwiegersohn

TobiasH - Geändert am 4. Februar 2022 um 01:26
Hallo zusammen,

wir haben folgende Fragestellung und würden uns über eine Antwort freuen.

Mein Schwiegervater möchte mir sein Grundstück notariell übertragen.

Folgende Gegebenheiten sind dabei zu berücksichtigen:

• Ich übernehme meinerseits sämtliche Kosten zur Errichtung des Gebäudes (Einfamilienhaus) inkl. Aufnahme eines Darlehens auf meinen Namen (nicht auf uns als Ehepaar). Somit trage ich das alleinige Risiko und bringe eine nicht unerhebliche Summe an Eigenkapital ein.
• Derjenige, der im Grundbuch hinterlegt ist, dem gehören am Ende (bspw. im Falle einer Trennung) sowohl das Haus als auch das Grundstück. Falls wir beide drin stehen, so würde beiden je zur Hälfte Haus/Grund gehören.
Somit müsste ich bspw. im Falle einer Trennung neben Kredit auch meine Frau noch auszahlen, was mir unmöglich erscheint, wodurch das Haus im Notfall sogar „verkauft“ werden müsste.

Dabei verfolgen wir folgende Zielsetzungen:

• Ich möchte die Besitzverhältnisse wahren, d.h. jeder erhält im Falle einer Trennung das zurück, was derjenige selbst eingebracht hat, d.h. das Grundstück muss im Grundbuch auf meinen Namen komplett übertragen werden.

• Mein Schwiegervater möchte seine Tochter im Falle einer Trennung absichern, indem sie von mir den Wert des Grundstücks zurückerstattet bekommt. Dieser Wert ist im Notarvertrag festgehalten und wird erst dann fällig, wenn es zu einer Trennung/Scheidung kommt.

• Wir müssen dann in einem Zeitraum zwischen 5 bis 10 Jahren (tbd.) bauen, sonst besteht ein Anspruch auf eine Rückübertragung. Diese erlischt, sobald das Haus auf dem Grundstück errichtet wurde.

Wir hatten auch andere Konstellationen überlegt, bspw. das der Schwiegervater seiner Tochter das Grundstück im ersten Schritt überträgt (wegen Freibetrag zur Schenkungsteuer – wir reden dabei über einen Wert von > 100.000 Euro) und dass sie es anschließend an mich weiterverschenkt. Allerdings wissen wir dann nicht, wie solch eine Absicherung oben aussehen könnte und wir müssten dann auch zwei Mal den Notar bezahlen bzw. wissen nicht, ob solch ein Konstrukt überhaupt möglich ist.

Hintergrund der Gedankenspiele ist die Vermeidung von Steuerzahlungen in Form der Grunderwerbsteuer.

Daher meine Fragen:

Fällt bei der Variante 1 (Übertragung direkt auf mich) direkt die Grunderwerbsteuer an oder erst im Falle einer Trennung?
Gilt es hier einen Trick/eine Variante, die allen Anforderungen gerecht wird und sich trotzdem die Zahlung der Grunderwerbsteuer vermeiden lässt?