Was man zum Lohnkonto wissen muss

Seit dem 1. Januar 2018 ist der Arbeitgeber nicht nur verpflichtet, für jeden Arbeitnehmer ein Lohnkonto zu führen, er muss auch die im Lohnkonto enthaltenen Daten der Finanzverwaltung elektronisch bereitstellen. Dies erfolgt mit einer amtlich verschriebenen digitalen Schnittstelle.


Wie sieht ein Lohnkonto aus?

Der Inhalt eines Lohnkontos ist wie folgt geregelt. Für jeden Beschäftigten (auch für geringfügig Beschäftigte) muss der Arbeitgeber die Entgeltunterlagen getrennt nach Kalenderjahren führen. In das Lohnkonto sind die elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale zu verzeichnen. Auch die für den Lohnsteuerabzug erforderlichen Merkmale aus der vom Finanzamt ausgestellten Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug sind zu übernehmen.


Bei jeder Lohnzahlung muss die Art und Höhe des gezahlten Lohns einschließlich der steuerfreien Bezüge im Lohnkonto festgehalten werden. Die einbehaltene oder übernommene Lohnsteuer ist ebenfalls einzutragen.

Form des Lohnkontos

Das Lohnkonto muss keiner besonderen Form entsprechen, eine Excel-Tabelle mit fortlaufenden Aufzeichnungen, getrennt für jedes Kalenderjahr, kann genügen. Zu beachten sind allerdings die besonderen Aufzeichnungs- und Mitteilungspflichten bezüglich der betrieblichen Altersversorgung (§ 5 der Lohnsteuer-Durchführungsverordnung) und die Vorgaben zu den sozialversicherungsrechtlichen Angaben (§ 8 der Beitragsverfahrensverordnung).

Ein Lohnkonto kann allerdings auch mithilfe eines Lohnprogramms erstellt werden (zum Beispiel SAP). Sie finden verschiedene Programme als Download im Internet. Bei einem solchen Programm wird das Lohnkonto nach Anlage des Personalstammblatts automatisch angelegt und bei jeder Zahlung ergänzt.

Foto: © Aleksandr Belugin - 123RF.com

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Erstellt von Janine01. Letztes Update am 20. Juni 2018 um 19:41 von JuliaCCM.
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