Was ist eine Unterstützungskasse?

Ein betriebliche Altersvorsorge durch eine Unterstützungskasse kann für den Arbeitnehmer interessant sein. Allerdings müssen diese Zahlungen steuerlich sowohl beim Arbeitgeber als auch beim Arbeitnehmer berücksichtigt werden.


Definition der Unterstützungskasse

Die Unterstützungskasse ist eine Versorgungseinrichtung, die zur betrieblichen Altersversorgung (bAV) zählt. Sie zahlt Arbeitnehmern, ehemaligen Arbeitnehmern und Hinterbliebenen Versorgungsleistungen, nachdem Arbeitgeber und/oder Arbeitnehmer über einen bestimmten Zeitraum Beiträge in die Unterstützungskasse eingezahlt haben.


Die Unterstützungskasse wird rückgedeckt oder reservepolsterfinanziert und ist mit Sondervermögen ausgestattet.

Die Finanzierung der Unterstützungskassenversorgungen kann unterschiedlich sein. Die Versorgung kann rein arbeitgeberfinanziert, rein arbeitnehmerfinanziert (Entgeltumwandlung) oder mischfinanziert sein.

Steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Behandlung beim Arbeitnehmer

Während der Phase vor Eintritt der Versorgung sind Zahlungen an die Unterstützungskasse steuerfrei. Es fällt keine Lohn- und Einkommersteuer an. Das gilt sowohl für arbeitgeberfinanzierte, als auch für durch Entgeltumwandlung finanzierte Versorgungen. Arbeitgeberfinanzierte Versorgungen sind zudem vollkommen frei von Sozialversicherungsbeiträgen. Durch Entgeltumwandlung finanzierte Versorgungsleistungen sind bis zu einer Höhe von vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung frei von Sozialversicherungsbeiträgen.

Die Auszahlung der Versorgungsleistungen muss in der Steuererklärung angegeben werden. Die Versorgungsleistungen werden als Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit versteuert (gemäß § 19 Absatz 1 Nummer 2 Einkommensteuergesetz).

Steuerliche Behandlung beim Arbeitgeber

Der Arbeitgeber zahlt den ihm zugesagten Beitrag in die Unterstützungskasse ein. Damit sich die Zahlungen nicht als Nachteile auf die Bilanzierung auswirken, kann er die Zuwendungen als Betriebsausgaben ergebniswirksam ansetzen.

Die Höhe des Betrags, der als Betriebsausgabe angesetzt werden kann, hängt von der Art der Unterstützungskasse ab. Bei der rückgedeckten Unterstützungskasse ist der Beitrag zur Versicherung in voller Höhe eine Betriebsausgabe. Allerdings müssen dafür die Beiträge zur Finanzierung der Zusage in gleich bleibender oder steigender Höhe bis zum Pensionsalter des Arbeitnehmers vereinbart werden. Einmalzahlungen oder eine verkürzte Beitragszahlung werden steuerlich nicht berücksichtigt.

Bei der pauschaldotierten Unterstützungskasse sind die Betriebsausgaben in der Anwartschaftsphase zeitlich auf einen Zeitraum von acht Jahren begrenzt. Die Höhe des Betrags, der als Betriebsausgabe berücksichtigt werden kann, ist auf das Achtfache der sogenannten „möglichen Zuwendung“ begrenzt.

Die Zuwendungen in Form von Verwaltungsgebühren sind ebenfalls steuerlich anerkannte Betriebsausgaben.

Foto: © username - 123RF.com

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Erstellt von Janine01. Letztes Update am 18. Juni 2018 um 21:49 von JuliaCCM.
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