Erhaltungsaufwand bei Gebäudesanierung mit KfW-Tilgungszuschuss

Gelöst
joachim0711 Beiträge 3 Mitglied seit Mittwoch 9 April 2014 Status Mitglied Zuletzt online: 11 April 2014 - 9 Apr 2014 à 15:53
Donia Tabboubi Beiträge 1406 Mitglied seit Montag 10 Oktober 2011 Status Mitglied Zuletzt online: 3 Juni 2022 - 11 Apr 2014 à 17:32
Hallo,

ich beabsichtige, mein voll vermietetes Mehrfamilienhaus (4 Wohnungen) energetisch zu sanieren. Dazu werde ich eine Förderung der KfW beantragen.
Gefördert wird man zum einen durch ein zinsgüngstiges Darlehen und zum anderen über einen Tilgungszuschuss.

Insbesondere interessiert mich, wie der Tilgungszuschuß bei der Berechnung des Erhaltungsaufwandes berücksichtigt wird. D.h. kann ich von den Gesamtkosten die Zuschüsse abziehen und die Differenz auf 5 Jahre verteilen? Oder muss ich auf der einen Seite die Geamtkosten auf 5 Jahre verteilen, aber den Tilgungszuschuss im Jahr der Renovierung als Einahme in meiner Steuererklärung deklarieren?

Vielen Dank für entsprechende Hinweise.
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7 Antworten

sarah2012.sarah Beiträge 20 Mitglied seit Montag 12 November 2012 Status Mitglied Zuletzt online: 22 Mai 2014 2
9 Apr 2014 à 16:17
Reparaturkosten für vermietete Immobilien von der Steuer absetzen.
Ein Vermieter/Eigentümer hat diese beiden Möglichkeiten, die Reparaturkosten steuerlich geltend zu machen: sie einmal zu 100 Prozent in seiner Steuererklärung anzugeben oder auf mehrere Jahre zu verteilen.
Knackpunkt: Die Reparaturkosten der vermieteten Immobilie müssen zugeordnet werden:

sind sie welche, die eigenem Erhaltungsaufwand entsprechen

oder

gelten sie als Herstellungskosten.
Das weiß nicht jeder Eigentümer: Die Schuldzinsen für den Kredit gelten beim Finanzamt als Werbungskosten - und Werbungskosten lassen sich von der Steuer absetzen.
joachim0711 Beiträge 3 Mitglied seit Mittwoch 9 April 2014 Status Mitglied Zuletzt online: 11 April 2014
10 Apr 2014 à 10:08
Was bedeutet, "die Reparaturkosten müssen zugeordnet werden"?

Zu meiner ersten Frage möchte ich noch folgenden Hinweis geben:
Das Gebäude ist seit 1993 in unserem Besitz und ich werde weder eine Erweiterung des Gebäudes noch eine Erhöhung des Standards machen. Es werden Fenster und Haustür, Dach, Zentralheizung und Außendämmung erneuert, also alles Dinge, die schon vorhanden sind. Daher ist es eindeutig Erhaltungsaufwand.
Meine Frage geht eher dahin, wie ich die Zuschüsse der KfW steuerlich berücksichtigen muss. Es macht für mich schon einen Unterschied, ob ich im ersten Jahr diesen Zuschuss voll als Einkommen versteuern muss oder diesen genau wie die Investitionskosten auf 5 Jahre verteilen kann, indem ich die Zuschüsse von den Gesamtkosten abziehe und die Differenz auf 5 Jahre verteile und mir somit die Steuerspitzen über diesen Zeitraum kappe.

Viele Grüße
Joachim
Donia Tabboubi Beiträge 1406 Mitglied seit Montag 10 Oktober 2011 Status Mitglied Zuletzt online: 3 Juni 2022 184
10 Apr 2014 à 10:58
Guten Morgen zusammen

joachim0711: In Anlehnung an § 82b EStDV gehe ich davon aus, dass Ihnen das Wahlrecht zusteht, den Erhaltungsaufwand entweder im Jahr der Verausgabung voll als Einkommen zu versteuern oder gleichmäßig auf bis zu 5 Jahre zu verteilen.
joachim0711
10 Apr 2014 à 12:38
Hallo,
vielen Dank für die Antwort.
Mir ist schon klar, dass ich da ein Wahlrecht habe. Meine Frage zielt aber eher auf den Zuschuss, den mir die KfW gibt.
Ich versuche das mal an einem Beispiel: nehmen wir mal an, die Gesamtkosten betragen 100.000 € und der Zuschuss der KfW 25.000 €. Wenn ich jetzt die Kosten auf 5 Jahre verteilen will (da ich ja möglichst lange die Spitzen kappen will), dann ist die Frage, ob ich entweder 100.000 € minus 25.000 € also 75.000 € auf 5 Jahre verteilt (also 15.000€ ) pro Jahr in Ansatz bringen kann, oder muss ich die 100.000 € auf 5 Jahre verteilt (also jählich 20.000 €) abschreibe, aber den Zuschuss einmalig im ersten Jahr als Einahme versteuern muss. Dies würde in Summe dann dazu führen, dass mein zu versteuernder Betrag im Jahr der Investition noch um 5.000 € ansteigt.
Viele Grüße

Joachim
Donia Tabboubi Beiträge 1406 Mitglied seit Montag 10 Oktober 2011 Status Mitglied Zuletzt online: 3 Juni 2022 184
10 Apr 2014 à 13:15
wenn ich ganz ehrlich bin, fühle ich mich überfragt wenn es um die Steuer geht. Bin auch keine Expertin auf diesem Gebiet.
joachim0711 Beiträge 3 Mitglied seit Mittwoch 9 April 2014 Status Mitglied Zuletzt online: 11 April 2014
11 Apr 2014 à 08:27
Hallo,

trotzdem vielen Dank für den Versuch....

Gruß Joachim
Donia Tabboubi Beiträge 1406 Mitglied seit Montag 10 Oktober 2011 Status Mitglied Zuletzt online: 3 Juni 2022 184
11 Apr 2014 à 17:32
:)))