Jugendschutz: Ferienjob

Dezember 2016

In den Ferien suchen sich viele Schülerinnen und Schüler einen Ferienjob, um ihr Taschengeld aufzubessern. Bei der Wahl des Ferienjobs ist allerdings das Jugendarbeitsschutzgesetz zwingend zu beachten.

Das Gesetz unterscheidet zwischen Kindern (unter 15 Jahre) und Jugendlichen (15 bis 18 Jahre).

Die Beschäftigung von Kindern ist prinzipiell verboten. Erlaubt sind für 13 und 14 Jährige jedoch leichte und für Kinder geeignete Beschäftigungen wie zum Beispiel Zeitungsaustragen, Babysitten und ähnliches. Die Tätigkeit ist dabei auf bis zu 2 Stunden täglich begrenzt.

Jugendliche dürfen in den Ferien pro Kalenderjahr insgesamt bis zu 4 Wochen arbeiten. Erlaubt ist dabei eine Arbeitszeit von höchstens 8 Stunden täglich und nicht mehr als 40 Stunden wöchentlich. Zwischen 20 und 6 Uhr sowie an den Wochenenden dürfen Jugendliche nicht beschäftigt werden. Das Gesetz sieht allerdings Ausnahmeregelungen für bestimmte Bereiche vor (beispielsweise Gaststätten, Bäckereien, Altenheime, kulturelle Veranstaltungen etc.).

Ferner sieht das Gesetz auch genaue Pausenregelungen vor. Beträgt die Arbeitszeit 4,5 bis 6 Stunden täglich, ist eine 30-minütige Pause vorgeschrieben. Bei einem längeren Arbeitstag haben die Jugendlichen Anspruch auf eine Ruhepause von 60 Minuten.

Generell gilt, dass Akkordarbeit und gefährliche Arbeiten verboten sind.

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