Wohnungsüberlassung an Arbeitnehmer

Dezember 2016

Gemäß § 8 Absatz 1 Einkommensteuergesetz (EStG) zählen zu den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit alle Güter, die in Geld oder Geldeswert bestehen und dem Arbeitnehmer im Rahmen seines Arbeitsverhältnisses zufließen. Dazu gehören auch sogenannte Sachbezüge. Hierbei handelt es sich um Leistungen des Arbeitgebers, die nicht in Geld bestehen und ihren Rechtsgrund im Arbeitsverhältnis haben. Der Sachbezug stellt einen steuerpflichtigen geldwerten Vorteil dar. Hierzu zählt beispielsweise die kostenlose oder verbilligte Wohnungsüberlassung durch den Arbeitgeber.

Bei einer Wohnungsüberlassung ist für die Ermittlung des Geldwertes des Sachbezugs der ortsübliche Mietwert maßgebend. Hierbei handelt es sich um die Miete, die für eine nach Baujahr, Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage vergleichbare Wohnung üblich ist. Ausnahmsweise ist nur dann eine niedrigere Miete als der ortsübliche Mietwert maßgebend, wenn der Arbeitgeber vergleichbare Wohnungen in nicht unerheblichem Umfang an fremde Dritte zu dieser niedrigeren Miete vermietet (vgl. hierzu R 8.1 Absatz 6 LStR).

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