Veritas-Versicherung nach Kreditanfrage bei der Maxda

MilaMice - Geändert am 25. Mai 2022 um 01:02
Silke Grasreiner
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- 25. Mai 2022 um 01:31
Hallo,

ich habe Anfang des Monats eine Kreditanfrage bei Maxda gestellt. Mit allem Drum und Dran, Arbeitgeber, Gehalt, andere Kredite, leider auch mit Angabe der Bankverbindung.

Danach habe ich eine E-Mail bekommen, dass Rückfragen bestehen und dass ich eine Nummer anrufen soll. Ich habe diese Nummer angerufen und ich musste, um die Anfrage abschließen zu können, zustimmen, dass das Gespräch aufgezeichnet wird, und habe zugestimmt. Die Mitarbeiterin am Telefon ist mit mir nochmal alle Angaben durchgegangen und meinte, dass man jedoch noch eine Restschuldversicherung abschließen müsste. Meine Antwort war, wenn ein Kreditvertrag zustande kommt, würde ich auch eine Restschuldversicherung abschließen. Dann meinte sie, dass sie jetzt alles hat und dass sie sich melden, sobald sich ein Kreditangebot ergeben würde. Ein paar Minuten später habe ich dann auch gleich eine Mail der Mitarbeiterin bekommen, im Anhang ein Schutzbrief mit allen meinen Angaben zur Anfrage.

Ein paar Tage später habe ich zeitgleich Post von Maxda und Veritas bekommen. Maxda teilte mir mit, dass sich kein Kreditangebot ergeben hat und dass ich doch einen zweiten Kreditnehmer mit angeben soll. Da ich kein Interesse mehr an einem Kredit hatte, hat sich das Thema für mich dann sowieso erledigt gehabt. Der Brief von der Veritas ist allerdings leider etwas untergegangen und ich habe dem auch keine Beachtung mehr geschenkt und ihn zu Seite gelegt.

Nun ist er mir wieder in die Hände gefallen und ich habe ihn genauer angeschaut.
Leider musste ich feststellen, dass ich jetzt eine Unfallversicherung mit Schutz bei Arbeitslosigkeit an der Backe habe mit einem monatlichen Beitrag von 35,22 Euro und einer Laufzeit von 3 Jahren. Ich habe natürlich gleich auf das Datum des Schreibens geschaut, wegen der 14 Tage Widerrufsrecht, und den 04.05.22 gesehen. Somit sind die 14 Tage vor zwei Tagen schon abgelaufen und ich kann keinen Widerruf mehr einlegen.

Jetzt stellt sich mir natürlich die Frage, ob das rechtens ist. Ich habe lediglich eine Kreditanfrage gestellt und NIE etwas unterschrieben. Kann ich da noch was machen? Oder bin ich die ca. 1.300 Euro jetzt einfach für nichts und wieder nichts los?
Ich habe heute mal Mails sowohl an Maxda, Veritas und die Stuttgarter Versicherung geschrieben, mit genau dieser Aussage, dass ich lediglich eine Anfrage gestellt und nie einen Vertrag abgeschlossen habe.

Habe ich noch irgendwie eine Chance?

Liebe Grüße

1 Antwort

Silke Grasreiner
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25. Mai 2022 um 01:31
Hallo,

grundsätzlich ist der Verkauf einer Versicherung per Telefon ohne Unterschrift zulässig und bindend. Sie haben aber in dem Gespräch nur zugestimmt, die Zusatzversicherung abzuschließen, wenn der Kreditvertrag zustande kommt, was nicht passiert ist. Die Versicherung hat dieses Gespräch aufgezeichnet und dann müsste Ihre Aussage dort auch so vorhanden sein. Natürlich kann es sein, dass die Audiodatei manipuliert wird im Nachhinein. Sie können zumindest darauf Bezug nehmen und darauf bestehen, dass die Versicherung storniert wird, da Sie der Versicherung nie zugestimmt haben, und den Anbieter auffordern, den Beweis zu erbringen, dass Sie zugestimmt haben, was ohne Manipulation des Gesprächs nicht möglich sein wird. Dieser Anbieter ist leider bekannt dafür, solche Fallen für Verbraucher zu nutzen und zu mauern, sobald reklamiert wird. Dran bleiben und notfalls zur Verbraucherschutzbehörde oder zum Anwalt gehen. Falls Sie eine Einzugsermächtigung erteilt haben, sollten Sie diese zusätzlich widerrufen, per Brief.

Gruß vom CCM-Team
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